06.05.2021 11:55 |

Radsport

„Der Giro d‘Italia ist meine Lieblingsrundfahrt“

Der Hohenemser Radprofi Matthias Brändle nimmt am Samstag den Giro d‘Italia in Turin in Angriff. Bei seiner fünften Teilnahme steht für den 31-jährigen Zeitfahrspezialisten aber nicht der Kampf gegen die Uhr im Vordergrund, sondern zwei ausgewählte Etappen. Das Ziel: Der erste Tagessieg beim Klassiker! 

Die Vorfreude auf seine fünfte Teilnahme am Giro d’Italia war Matthias Brändle bei der gestrigen Anreise nach Turin anzumerken. „In den letzten Jahren wurde der Giro auf jeden Fall zu meiner Lieblingsrundfahrt“, gesteht der Hohenemser. „Der Vorteil: Durch den frühen Zeitpunkt des Rennens, hat man danach schon etwas in seiner Saisonbilanz stehen.“

Dabei war gar nicht fix, ob der 31-Jährige in diesem Jahr überhaupt bei der Italien-Rundfahrt im Aufgebot seines Israel Start-up Nation-Teams steht. „Nachdem die ursprüngliche Planung des Teams auf Sprinter Andre Greipel ausgerichtet gewesen wäre, er aktuell aber nicht in absoluter Topform ist, musste umgedacht werden“, verrät Matthias. „Jetzt wollen wir mit Daniel Martin aber in der Gesamtwertung angreifen, weshalb viele Bergfahrer mit dabei sind.“ Und Brändle! „Mit meinem Auftritt bei der Türkei-Rundfahrt konnte ich mir schlussendlich das Giro-Ticket sichern.“

Zwei Etappen im Auge

Seine persönlichen Ziele hängen stark vom Rennverlauf ab. „Wenn Dan in der Gesamtwertung eine gute Rolle spielt, werde ich weniger Freiheiten haben“, weiß der ehemalige Stundenweltrekordler. „Sollte das nicht der Fall sein, möchte ich auf der 15. oder 18. Etappe in eine Fluchtgruppe reinkommen und versuchen um den Tagessieg mitzufahren.“

Die Hoffnung am Samstag beim 8,5 Kilometer langen Eröffnungszeitfahren in Turin einen Coup zu landen, hat Matthias bereits ad-acta gelegt. „Leider ist der Prototyp unserer neuen Zeitfahrmaschine vom Internationalen Radsportverband noch nicht freigegeben“, erklärt der sechsfache Zeitfahrstaatsmeister. „Das aktuelle Modell ist einfach nicht schnell genug, um damit eine Siegchance zu haben.“

Die Chancen, dass sein neues Geschoss während des Giros fertig wird, stehen allerdings nicht schlecht. „Wenn alles klappt, sollte es für das abschließende Zeitfahren am 30. Mai zur Verfügung stehen“, hofft Brändle. Wunderdinge erwartet sich der Vorarlberger dann allerdings immer noch keine: „Ohne im Vorfeld auf dem Rad trainiert zu haben, wird es weiterhin ganz schwer werden.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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