Vierschanzentournee

Nur Bischofshofen trennt Morgenstern noch vom Triumph

Sport
04.01.2011 13:55
Österreichs Überflieger Thomas Morgenstern hat am Donnerstag in Bischofshofen ausgezeichnete Chancen, einen bisher einzigartigen Hattrick zu schaffen und nach Wolfgang Loitzl und Andreas Kofler für den dritten österreichischen Tournee-Gesamtsieg in Folge zu sorgen. 27,3 Punkte Vorsprung auf Simon Ammann, hervorragende Form und große innere Ruhe sprechen dabei eindeutig für den Kärntner, der die Tournee noch nie gewonnen hat.

"Morgenstern ist meiner Meinung nach durch, der könnte ja einen Durchgang rodeln", meinte DSV-Bundestrainer Werner Schuster. Auch die Sprungkollegen des derzeitigen Überfliegers, allen voran Ammann, glauben, dass die Tournee bereits entschieden ist. Doch der sechsfache Saisonsieger selbst bleibt gelassen. "Die Tournee ist erst nach dem letzten Sprung zu Ende. Vorher kann sehr viel passieren. Es fühlt sich gut an, den Vorsprung zu haben. Wenn ich es durchziehen sollte, wäre ich sehr stolz drauf", sagte Morgenstern.

Selbst für den Fall, dass es doch nichts mit dem Tournee-Gesamtsieg werden sollte, scheint der 24-jährige Kärntner vorbereitet. "Sollte der Traum doch noch platzen, geht die Welt auch nicht unter. Ich blicke trotzdem auf eine sehr erfolgreiche Tournee und auch bisherige Saison zurück."

Pointner ist auf die ganze Mannschaft stolz
Cheftrainer Alexander Pointner zeigte sich aber nicht nur mit Morgenstern, sondern mit der gesamten Mannschaft sehr zufrieden. Auch nach dem umstrittenen Neujahrsspringen hat man die Niederlage mit Würde genommen. "Gerade nach Garmisch, dem turbulenten Springen, nach dem Sieg von Simon Ammann, der dort einen sehr guten Sprung gezeigt hat, hat sich keiner meiner Athleten zu verbalen Umschlägen hinreißen lassen. Jeder hat sich sein eigenes Bild machen können, es ist dann auch nicht ausgeholt worden zu verbalen Heldentaten", sagte der gebürtige Oberösterreicher.

In Innsbruck seien die Fakten beim Wettkampf auf den Tisch gekommen und die vom Winde verwehten Athleten wieder in einen stabilen Gleitflug geraten. "Wir werden genauso weiterarbeiten. Wir haben einen Vorsprung, der uns ruhiger schlafen lässt, aber sonst sehen wir Bischofshofen als Einzel-Wettkampf", versprach Pointner.

Kein Honiglecken für Schlierenzauer
Am Ruhetag waren Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer noch nicht im Quartier in St. Johann im Pongau. Schlierenzauer setzt seine Physiotherapie fort, ist aber in Bischofshofen wieder am Start. Für den 20-jährigen Tiroler war die Rückkehr auf den Bergisel mit Platz 18 nach seinem Sieg vor Jahresfrist kein Honiglecken. Schlierenzauer war nach dem Mitfreuen mit Morgenstern doch auch sehr traurig. "Wir tun alles, um ihn auf allen Ebenen zu unterstützen. Gewisse Erfahrungen muss er einfach selbst machen. Die Erfahrung gestern geht sehr stark unter die Haut", erklärte Pointner.

In einer sehr kurzen Zeit hat Schlierenzauer aber schon 32 Weltcupsiege in der Tasche hat, sehr viele Erfahrungen gemacht. "Auch Thomas ist nicht immer ganz oben gestanden", so Pointner. Grundsätzlich werde auch Schlierenzauer von diesem Tief einmal profitieren können, ist er überzeugt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Sport
04.01.2011 13:55
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung