24.03.2021 08:05 |

In gutem Zustand

Mars-Helikopter soll Anfang April erstmals fliegen

Vor rund einem Monat ist der kleine Hubschrauber „Ingenuity“ an Bord des Rovers „Perseverance“ auf dem Mars gelandet ist, vermutlich Anfang April wird er erstmals zu einem Testflug (das Video zeigt, wie dieser aussehen könnte) aufbrechen. Frühestens am 8. April könnte „Ingenuity“starten, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit. Es wäre der allererste Flug eines Luftfahrzeugs über einen anderen Planeten.

„Dieser erste Flug ist etwa ganz Besonderes, das ist mit Abstand der wichtigste Flug, den wir machen werden“, sagte NASA-Ingenieur Havard Grip. „Der Hubschrauber soll starten und dann bis auf eine Höhe von etwa drei Metern steigen, dort soll er für etwa dreißig Sekunden auf der Stelle fliegen, sich drehen, und dann wieder herunterkommen und landen.“

Laut Statusreport in gutem Zustand
Der rund 1,8 Kilogramm schwere Mini-Hubschrauber hatte nach der Landung des Rovers „Perseverance“ auf dem Mars bereits einen ersten Statusreport an das NASA-Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena gefunkt, demzufolge er sich in gutem Zustand befindet.

„Perseverance“ bringt den Hubschrauber derzeit zu seinem von den NASA-Wissenschaftlern ausgesuchten flachen und etwa zehn mal zehn Meter großen Platz in der Nähe der Landestelle, wo er dann noch für den Start aufgestellt werden muss.

Strom reicht für mehrere Flugversuche
Rund einen Monat lang könnte der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene „Ingenuity“ dann mehrere Flugversuche starten. Der Hubschrauber muss dabei extremen Bedingungen trotzen: Auf dem Mars ist es nachts bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, zudem ist die Anziehungskraft des Planeten geringer und die Atmosphäre wesentlich dünner.

Der Rover „Perseverance“ (Bild unten), rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, war Ende Februar - nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern - mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See namens „Jezero Crater“ aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll „Perseverance“ in den kommenden zwei Jahren untersuchen.

Bau und Entwicklung dauerten acht Jahre
Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Für eine der Kameras haben Grazer und Wiener Forschungseinrichtungen eine Software geliefert. Der Rover soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

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