Der Kulturausschuss des Salzburger Gemeinderats hat sich am Donnerstag einstimmig für ein neues Probenhaus für die freie Theater- und Tanzszene ausgesprochen. Die Kulturabteilung der Stadt soll nun ein konkretes Projekt ausarbeiten und offene Fragen klären. Favorit im Streit um den Standort - die „Krone“ berichtete - ist ein Neubau an der Schillinghofstraße. Auch der Bauausschuss hat kürzlich grünes Licht für das Projekt auf den Gnigler Hannak-Gründen gegeben. Läuft alles nach Plan, könnte bereits im Mai mit dem Bau begonnen werden. Bis Ende 2022 will man das Probenhaus fertigstellen.
In der Stadt Salzburg mangelt es seit Jahren an adäquaten Probemöglichkeiten, viele Gruppen suchen händeringend Platz oder nutzen wenig geeignete Zwischenlösungen. Die nun gefundene Lösung ist freilich nur ein Überbleibsel eines einst ehrgeizigeren Projekts. Das Probenhaus dient als Ersatzquartier für das kurz nach den Gemeinderatswahlen 2019 aus Kostengründen versenkte Kreativzentrum Rauchmühle im Stadtteil Lehen. „In der Rauchmühle wären Synergien mit Start-Ups und der Kreativwirtschaft möglich gewesen. Das fällt nun weg“, sagte Thomas Randisek, Geschäftsführer des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten. Das neue Projekt sei ein reines Arbeitshaus, kein Kulturzentrum in zentraler Lage mehr. Außerdem brauche es Zwischenlösungen bis Bauende des neuen Hauses.
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