Gesichter&Geschichten

Kletterlehrerin lebt ihren Traum als Hüttenwirtin

Salzburg
23.02.2026 12:00

Ganz alleine als Wirtin auf 1966 Metern Höhe: Die 42-jährige Magdalena Kirchmaier übernimmt dieses Jahr die Schmidt-Zabierow-Hütte in den Loferer Steinbergen zur Pacht. 

Von morgens bis abends am Herd stehen, auf engstem Raum mit den Mitarbeitern zusammenleben – und das den ganzen Sommer über. Was für viele Menschen wie ein Albtraum klingt, ist für Magdalena Kirchmaier die Erfüllung. Die 42-Jährige übernimmt ab Sommer die Pacht der Schmidt-Zabierow-Hütte in den Loferer Steinbergen.

Nur per Hubschrauber kann die Hütte versorgt werden
Nur per Hubschrauber kann die Hütte versorgt werden(Bild: zVg)

Sie weiß allerdings ganz genau, worauf sie sich einlässt. Ihre Tante hatte die Idee, die Hütte an die Nichte zu übergeben. „Ich war die letzten beiden Sommer oben, um das mal auszuprobieren“, sagt Kirchmaier. Die Tirolerin aus Erpfendorf hat die Tourismusschule besucht und die vergangenen Jahre in der Branche gearbeitet. Davon profitiert sie auch als Hüttenwirtin: „Man muss Menschen mögen!“ Während viele Pächter auch mal granteln, muss Kirchmaier lange nachdenken, als die „Krone“ sie nach negativen Ereignissen fragt. „Die meisten sind sehr dankbar, wenn sie bei uns ankommen“, sagt die Tirolerin, die im Winter als Kletterlehrerin arbeitet.

Kein Internet, Wasser gibt es nur zu den Stoßzeiten
Schließlich ist der Aufstieg zur Hütte, die auf 1966 Metern liegt, alles andere als ein Spaziergang. Sie versuche den Gästen zu erklären, warum es etwa kein W-LAN und tagsüber kein fließendes Wasser gebe. „Wir haben keine Quelle, daher müssen wir sehr sorgsam mit dem Wasser umgehen.“ Kirchmaier hat für die Hütte sogar eine Ausbildung zum Klärwart machen müssen.

Sie steckt bereits in den Vorbereitungen für den Hüttensommer. Die Hütte öffnet zwar erst im Juni, aber schon jetzt kümmert sie sich um Reservierungen und um neues Personal. „Das Team muss passen.“ Zwei Nepalesen werden sie heuer wieder unterstützen: „Mit denen weiß ich einfach, dass es läuft.“ Kirchmaier, die Mutter einer 14-Jährigen und eines 18-Jährigen ist, findet den Hüttenalltag zwar fordernd. Ihre Augen strahlen aber, wenn sie davon erzählt.

Die Schmidt-Zabierow-Hütte liegt in einem Karstgebiet.
Die Schmidt-Zabierow-Hütte liegt in einem Karstgebiet.(Bild: zVg)

Großes Lob für die Tante
Ein paar kleinere Veränderungen werde es geben. Ihre Tante hatte sogar wegen des guten Essens eine Auszeichnung des Gastroführers Falstaff – obwohl die Hütte nur über einen Hubschrauber versorgt werden kann.

Kirchmaier schätzt an der Arbeit auf der Hütte, dass sie wenig Ablenkung hat, fokussiert ist und auch die große Dankbarkeit und Freude der Gäste spürt.

Wenn sie einmal einen Moment für sich braucht, setzt sie sich nachmittags zehn Minuten lang in die Sonne und trinkt einen Kaffee. „Da hat jeder für sich ein spezielles Platzerl abseits der Hütte gefunden, das war schon bei meiner Tante so.“

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