Ein Türke (27) musste sich am Montag im Salzburger Landesgericht dem Vorwurf des versuchten Mordes stellen: Er soll am 20. Juli einen Tschechen am Vorplatz des Salzburger Hauptbahnhofes mit einer Glasflasche und einem Messer attackiert und dabei lebensgefährlich verletzt haben.
Den Vorwurf der Salzburger Staatsanwaltschaft bestritt der Angeklagte zu Beginn des Prozesses am Montag. An jenem Juli-Tag waren der Angeklagte und das Opfer – offenbar unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen – beim Bahnhofsvorplatz in Streit geraten.
Der Anklage nach attackierte der 27-Jährige seinen tschechischen Kontrahenten zuerst mit einer Bierflasche gegen dessen Kopf. Der Angreifer entfernte sich nach der Tat. Trotz des Angriffs ging der Tscheche ihm nach. Beim neuerlichen Aufeinandertreffen soll der Türke ein Messer gezückt und viermal zugestochen haben: in den Oberarm, Bauch, Schulter und Rücken des Opfers.
Motiv völlig unklar
Aus welchem Grund die beiden Männer in Streit gerieten, geht aus der Anklage nicht hervor. Das Opfer selbst konnte gar nicht befragt werden: Der offenbar obdachlose Tscheche wird nach wie vor von den Ermittlungsbehörden gesucht.
Aber: Ein Augenzeuge, der die Tat beobachtet haben soll, konnte ausfindig gemacht werden – nämlich in einem tschechischen Gefängnis. Das Gericht will den Mann näher befragen. Deswegen wurde der Strafprozess vertagt: Am 23. März wird weiterverhandelt.
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