13.03.2021 09:45 |

Polizei warnt

Alarm um drei Drogentote: Opfer waren Neulinge!

Offiziell sind heuer in Kärnten zwei Personen an Suchtgift gestorben. Bei einem Klagenfurter (32) besteht jedoch, wie berichtet, der dringende Verdacht, das dritte Opfer zu sein, auch wenn das toxikologische Gutachten noch aussteht. Auffällig ist jedoch, dass die Opfer nicht der Suchtgiftszene zuzuordnen sind.

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„Wir müssen noch das Ergebnis der Obduktion abwarten, aber es besteht der Verdacht, dass der 32-Jährige an einer Überdosis gestorben ist“, schildert der Kärntner Drogenfahnder Karl Schnitzer. „Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre der Mann das dritte Kärntner Drogenopfer in diesem Jahr.“

Mehrere Drogentote innerhalb kürzester Zeit
Erst am vergangenen Wochenende war ein 35-jähriger Klagenfurter von seiner Freundin leblos in der Wohnung aufgefunden worden. Und im Februar verstarb ein erst 21-jähriger Mann aus der Landeshauptstadt. Beide hatten Drogen im Blut.  „Auffällig ist, dass es sich bei den Todesopfern um keine klassischen Junkies handelt, sie gelten im Drogenmilieu quasi als Neulinge“, so Schnitzer weiter. „Die Betroffenen hatten wenig bis gar keine Erfahrungen mit dem Suchtgift. Daher kann es auch schnell passieren, dass sie sich mit der Dosierung vertun oder vor allem die Wirkung von Heroin unterschätzen.“

Schwarzmarkt im Internet wird immer größer
Woher die Kärntner Opfer das Suchtgift bezogen haben, sei im Nachhinein schwer zu beurteilen, zumal der Schwarzmarkt im Internet immer größer werde. „Rund 90 Prozent des Heroins, das bei uns im Umlauf ist, stammt aber aus Slowenien“, sagt der Kriminalbeamte, der einen Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und den Drogentoten nicht ausschließt: „Es ist nicht abwegig, dass die Krise und der Lockdown das Suchtverhalten fördern.“

Kärntens Drogenfahnder sind jedenfalls in Alarmbereitschaft.

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