07.03.2021 13:10 |

Polizeigewalt in USA

Pfefferspray-Einsatz gegen Mutter mit Kind am Arm

In den USA sorgt neuerlich ein Fall von Polizeigewalt, der erst jetzt bekannt geworden ist, für Aufregung und Empörung. Zugetragen hat sich das Ganze bereits am 22. Februar in der Stadt Rochester im Bundesstaat New York. Eine nun veröffentlichte Videoaufnahme (siehe oben) zeigt, wie Polizisten eine Afroamerikanerin mit einem Kind auf dem Arm auf den Boden drücken und mit Pfefferspray traktieren.

Zuvor hatten die Polizisten die farbige Frau am 22. Februar angehalten und beschuldigt, in einem nahe gelegenen Geschäft etwas gestohlen zu haben. Die Frau wies die Vorwürfe zurück und leerte ihre Tasche, um dies zu beweisen.

Als die Polizisten sich weigerten, sie gehen zu lassen, riss sich die Frau mit ihrem dreijährigen Kind auf dem Arm los und versuchte wegzulaufen. Die Polizisten holten sie aber ein und drückten sie zu Boden. Als sich die Frau aufrappelte und nach ihrer schreienden Tochter greifen wollte, sprühten die Polizisten ihr Pfefferspray ins Gesicht und rissen sie wieder zu Boden.

Pfefferspray-Einsatz gegen Neunjährige
Nach einem Bericht einer Lokalzeitung wurde die Dreijährige bei dem Vorfall nicht direkt von Pfefferspray getroffen. Die Polizei in Rochester hatte bereits Ende Jänner für Empörung gesorgt, als sie Pfefferspray gegen ein erst neun Jahre altes Mädchen einsetzte (siehe Video unten). 

Anfang September 2020 war in Rochester der 41-jährige Afroamerikaner Daniel Prude von Polizisten lange auf den Boden gedrückt worden und eine Woche später verstorben. Wie ein Video zeigt, wurde dem Mann während der Amtshandlung von den Beamten ein Sack über den Kopf gezogen. Der Sauerstoffmangel führte schließlich zum Tod von Prude.

Quelle: APA/AFP

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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