Nordische WM

Skating: Teresa Stadlober strebt Top 15 an

Der zweite WM-Bewerb von Langläuferin Teresa Stadlober in Oberstdorf ist die 10-km-Konkurrenz am Dienstag im Skating. Nach Rang vier im Skiathlon ist die Salzburgerin mit der Form und emotional in einem Hoch, um einiges mehr als für den Zehner rechnet sie sich aber für den Massenstart-Bewerb über 30 km klassisch am Samstag aus. Nichtsdestotrotz setzt sich Stadlober für diesen Einzelstart-Event die Top 15 als für sie realistisches Ziel.

Da müsse aber wie schon im Skiathlon der Beginn ihres Rennens passen. „Wenn ich einen guten Start erwische, dann kann ich vorne mitlaufen“, sagte die 28-Jährige auf Nachfrage der Austria Presse Agentur. „Beim Zehner im Skating ist es so, dass sehr viele vorne mitlaufen können. Klassisch wäre mir sicher lieber. Es ist ein Berglauf, wir laufen beide 5er-Runden.“ Das Loipenprofil spricht fraglos für Stadlober. „Die Strecke liegt mir, sie ist richtig anspruchsvoll. Die Anstiege müssen einem liegen.“

Dass das bei Österreichs bester Langläuferin tatsächlich der Fall ist, hat die Tochter von Ex-Langläufer Alois Stadlober und der früheren Alpin-Slalomfahrerin Roswitha Steiner (nun Stadlober) nun schon mehrmals bewiesen. Die Freude über Titelkämpfe in der Marktgemeinde im Oberallgäu war bei Teresa Stadlober daher bereits seit dem Zuschlag im Jahr 2016 gegeben. „Sollte Oberstdorf noch einmal eine WM haben, bin ich dabei“, meinte die Distanz-Spezialistin schmunzelnd.

Hatten die Intervalle zwischen den drei bisherigen Weltmeisterschaften in Oberstdorf 18 und nun 16 Jahre betragen, könnte es sich für Stadlober tatsächlich noch während ihrer aktiven Karriere ausgehen. Denn schon vor WM-Beginn waren die Verantwortlichen darum bemüht, nach der Corona-WM möglichst bald quasi als Entschädigung bald eine Bonus-WM zu bekommen. 2027 ist der aktuell nächste freie Termin. Nach der WM-Analyse 2021 soll das auch tatsächlich konkret in Angriff genommen werden.

Ziel ist natürlich, dass dann wieder Zuschauer dabei und nicht Corona-Beschränkungen bestimmend sind. In der ersten WM-Woche wurden rund 12.000 Tests bei Akkreditierten genommen, fünf positive Fälle gab es. Auch Stadlober muss sich jeden zweiten Tag einen Test-Slot buchen, und zwar so, dass es in den Zeitplan rund um Wettkämpfe, Training und Regeneration passt. Ihre letzte Loipen-Einheit vor ihrem zweiten Wettkampf bestritt sie am Montagvormittag über rund eineinhalb Stunden.

Nach sechs von zwölf Langlauf-Entscheidungen haben die erfolgsverwöhnten Norweger „nur“ dreimal Gold geholt, damit sind für sie zehn Goldene wie in Seefeld 2019 nicht mehr möglich. Freilich ist den Norskern in allen verbleibenden Bewerben ein Gold-Coup zuzutrauen, am Dienstag primär durch Skiathlon-Siegerin Therese Johaug. Ebenfalls mit dabei im Rennen sind mit Lisa Unterweger und Barbara Walchhofer zwei weitere Österreicherinnen. Für sie ist es der jeweils letzte Einsatz in Oberstdorf.

krone Sport
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