01.03.2021 06:00 |

Steigende Covid-Fälle

Vorstoß von Haslauer: Die Jüngeren früher impfen

Weil die Covid-19-Infektionen bei den jungen Menschen deutlich zunehmen, stößt Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer eine Änderung der Pandemie-Strategie an: „Sollten wir nicht die Jungen früher impfen?“, so der Ansatz. Am Nachmittag kann der Landeschef dies mit den Amtskollegen und Bundeskanzler Sebastian Kurz beraten. In dieser Runde sollen weitere Maßnahmen beschlossen werden.

Wenn die Landeshauptleute mit Kanzler Sebastian Kurz tagen, „werden die Entscheidungen für weitere Schritte sehr schwer“, ist sich Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer sicher. Steigende Covid-Zahlen und immer weniger Akzeptanz für die Maßnahmen machen die Situation heikel. Eine Diskussion wird möglicherweise die weitere Impfstrategie betreffen. Haslauer wagt dabei den Vorstoß und stellt die Frage: „Sollten wir nicht vielleicht die jungen Menschen beim Impfen vorziehen? Wir haben bei ihnen die meisten Zuwächse bei den Infektionen.“

Alleine bei den 15- bis 24-Jährigen lag die Sieben-Tage-Inzidenz letzte Woche bei 170,5 – Höchstwert. Wenn die Risikogruppen geschützt sind, könnte für Haslauer auch das Bewertungssystem der Inzidenz überdacht werden. „Die Impfungen der Alten sind eine große Entlastung fürs Gesundheitssystem“, so Haslauer. Das heißt: Die bisherigen Berechnungen zur Spitalsauslastung anhand der Covid-Fälle ändert sich, weil die Senioren nach der Impfung ein weitaus geringeres Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Die Senioren sind noch nicht gut geschützt
Die Ältesten und weitere Risikogruppen müssten schnell durchgeimpft werden. Das läuft in Österreich schleppend. Laut Gesundheitsministerium 32 Prozent der Über-75-Jährigen haben den Schutz bekommen. Oberösterreich ist mit 38 Prozent Spitzenreiter und hat bereits deutlich weniger Covid-Tote als Länder mit niedriger Rate. So beklagt die Steiermark mit einer Impfrate von 14 Prozent viermal so viel Tote. Salzburg liegt übrigens bei 19 Prozent.

Bayern denkt über lockere Reihung nach
Eine Lockerung der Impfreihenfolge überlegt auch Bayern. Viele Deutsche wollen nicht mit AstraZeneca geimpft werden und die Lager werden immer voller. Die mögliche Lösung: Jeder der will, kann das Serum auch haben.

Felix Roittner
Felix Roittner
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