28.02.2021 06:00 |

„Krone“ vor Ort

Nächtliche Schlepperjagd an Österreichs Ostgrenze

Heerschar an Polizisten und Soldaten, Drohnen, Hubschrauber – die Exekutive und das Bundesheer fuhren im Kampf gegen Schleuserbanden an unserer Ostgrenze schwere Geschütze auf. Mit Erfolg: Neben 29 Illegalen ging auch ein Schlepper ins Netz – der berauscht fast einen Unfall mit einem Polizisten in Zivil gebaut hätte.

„Trotz Pandemie gingen 2020 um fast die Hälfte mehr Schlepper ins Netz als 2019. Da waren es 242“, so Gerald Tatzgern, Anti-Schlepper-Boss im Bundeskriminalamt. Auch die Flüchtlingsaufgriffe seien gestiegen. Ein Trend, der anhält. „Aufgrund der verschärften Grenzkontrollen gibt es weniger Schleppungen in Kastenwagen oder Pkw. Banden versuchen, Illegale vermehrt per Lkw- oder Zugladungen zu schleusen“, erklärt Tatzgern weiter.

Schleppervariante Nummer zwei: zu Fuß über die grüne Grenze. Auch der Grund weshalb der Polizei-Drohnen-Hanger ausgebaut wurde. „Drohnen liefern auch nachts scharfe Bilder, anhand derer die Kollegen wandernde und versteckte Personen ausfindig machen, oder verdächtige Pkw entdecken können.“

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Im März findet eine Videokonferenz mit den Amtskollegen aus Kroatien, Rumänien und Bulgarien statt. Sobald es die Pandemie zulässt, werde ich auch die Innenminister der Westbalkanstaaten treffen.

Innenminister Karl Nehammer

Bei der jüngsten Nacht-Aktion in Niederösterreich und im Burgenland gingen so 29 Illegale (großteils Syrer) ins Netz. Wie auch ein Schlepper. Kurios: Der Tscheche baute mit seinem Van und sieben Flüchtlingen an Bord in Groß Enzersdorf beinahe einen Frontalunfall – er war im Drogenrausch einem Polizisten in Zivil auf dessen Fahrspur entgegengekommen. Nach kurzer Flucht gefasst. Ein weiterer Schlepper brauste davon - aktuelle Fahndung in Ungarn!

Klaus Loibnegger und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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