26.02.2021 12:09 |

Umsetzung ab Ostern

Unis bekommen Möglichkeit zum Eintrittstesten

Die österreichischen Hochschulen sollen mit Beginn des Sommersemesters am kommenden Montag die Möglichkeit bekommen, für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen einen negativen Corona-Test zu verlangen. Eine entsprechende Regelung soll in der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) rückwirkend beschlossen werden. Umgesetzt wird dies von den Unis voraussichtlich nach den Osterferien Anfang April.

„Große Vorlesungen werden sich aber nicht ausgehen“, betonte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Freitag. Das liege weniger an zu kleinen Hörsälen als an limitierten Zu- und Abgängen. Allerdings könnten etwa wieder verstärkt Laborübungen, Seminare, geblockte Lehrveranstaltungen oder auch Abschlussprüfungen in Präsenzform stattfinden.

Verankerung in UG-Novelle
Ähnliches hatten einzelne Universitäten bereits Anfang der Woche angekündigt. Mit der Möglichkeit zum Eintrittstesten - wie beim Wirten - soll die Umsetzung nun erleichtert werden. Technisch passiert das durch die Verankerung in der derzeit geplanten UG-Novelle, die allerdings noch durch den Nationalrat muss (siehe Video oben).

Finanzielle Unterstützung angekündigt
Für die Umsetzung der Teststrategien erhalten die Unis vom Ministerium eine Million Euro, dazu können sie dafür jene 20 Millionen Euro verwenden, die aus der Uni-Finanzierung für die Bekämpfung der Pandemie-Folgen umgewidmet wurden. „Und wenn wir mehr Geld brauchen, werden wir mehr dafür bereitstellen“, meinte Faßmann. Auch die Fachhochschulen erhielten finanzielle Unterstützung.

„Studienanfänger haben Uni noch nie von innen gesehen“
Die uniko-Präsidentin kündigte an, dass man bei der Öffnung von Präsenzveranstaltungen vor allem auf Studierende im ersten Studienjahr achten werde. „Es gibt Studienanfänger, die ihre Hochschule noch nicht von innen gesehen haben“, meinte die Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), Sabine Hanger.

Belastung durch Einschränkung des sozialen Lebens
Die Ergebnisse einer von 18. bis 24. Februar durchgeführten Umfrage unter rund 500 Studenten ergab, dass sich 60 Prozent der Befragten durch die Pandemie im universitären Alltag sehr oder eher belastet fühlen. Ebenfalls 60 Prozent der Studenten gaben an, dass die Umstellung auf Distance Learning sehr gut oder gut funktioniere. Als größte Veränderung wird mit Abstand das eingeschränkte soziale Leben genannt. Faßmann kündigte bereits eine Aufstockung der Stellen in der psychologischen Studierendenberatung um rund 15 Vollzeitäquivalente bzw. 40 Prozent an.

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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