18.02.2021 08:10 |

Tiere werden abgegeben

Exoten als Corona-Opfer: Geld für Futter fehlt

Die Krise hat viele Gesichter: Hunderte Tiere landeten seit Corona im Reptilienzoo Happ in Klagenfurt, weil ihre Besitzer kein Geld für Futter haben.

Genau 456 Tiere, großteils Schildkröten, Schlangen und Echsen, sind im Vorjahr im Reptilienzoo Happ aufgenommen worden – ein neuer Rekord. „Viele stammen von Menschen, die bisher gute Tierhalter waren, und sich plötzlich die Haltung der Exoten meist durch Jobverlust nicht mehr leisten können“, berichtet Zoochefin Helga Happ.

„Das macht schon sehr betroffen“
Denn ein Python als Haustier ist schließlich nicht billig: Einem Gutachten zufolge betragen die Kosten für eine artgerechte Unterbringung rund 16 Euro pro Tag! Verzweifelte Anrufer würden daher bei Happ um Aufnahme ihrer Gefährten bitten – auch betagte Pensionisten, die fürchten, sich bei einer Erkrankung nicht mehr um ihre Tiere kümmern zu können. „Meist sind das Schildkröten, die viele Jahre gepflegt wurden. Das macht schon sehr betroffen“, sagt Happ.

Was passiert eigentlich mit den vielen Findlingen und Waisen?
„Alle kann ich auf Dauer einfach nicht behalten, also suche ich gute Plätze in anderen Zoos oder bei Profis.“ Aufgrund des großen Bedarfs möchte die Reptilienexpertin ihre Aufnahmestation – die nur zu einem kleinen Teil vom Land finanziert wird – ausbauen: „Der Grund ist vorhanden, jetzt geht es noch um die nötige Umwidmung durch die Stadt Klagenfurt.“

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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