Italiens Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone war gestern auf der gleichen Super-G-Strecke schneller, als elf ihrer Männerkollegen. Nach einem schweren Fehler gleich zu Beginn des Slaloms rutschte sie auf der eisigen Piste aus und verabschiedete sich von den Medaillenträumen. Kolumne von Herbert Struber.
Große Aufregung gestern in Italiens Skigebieten: Die für Montag geplant gewesene Öffnung der Liftanlagen wurde am Sonntagabend (!) kurzfristig wieder abgeblasen. Italiens neuer Regierung war die Entwicklung der Covid-Zahlen zu unsicher. Der anvisierte Start wurde nun auf 5. März verschoben.
Super-G-Gleichheit
In Cortina haben die Lifte während der WM ohnehin nur für den Spitzensport geöffnet. Und da kam es gestern bei der Kombination zu einem interessanten Vergleich: Damen und Herren fuhren im Super-G auf dem exakt selben Kurs. Die schnellste Frau, Federica Brignone, war mit einer Fahrzeit von 1:22,11 Minuten genau um 2,16 Sekunden langsamer als der Herren-Sieger James Crawford. Bei den Herren hätte es für Brignone somit für Rang 29 gereicht, und die Italienerin wäre damit immerhin schneller als elf Männer gewesen. Auch Elena Curtoni, Mikaela Shiffrin und Ester Ledecka hätten bei den Männern die Top 30 geknackt. Die einstige Königin von Cortina, Lindsey Vonn, hätte gestern wohl ihre Freude gehabt. Der US-Star wollte gegen Ende der Karriere immer den Vergleich mit den Männern in der Abfahrt suchen.
Generell waren die meisten Herren von der Damenstrecke in Cortina angetan. „Eigentlich ist die sogar viel schöner als jene bei den Herren“, meinte auch Matthias Mayer, „nicht umsonst ist die Tofana bei den Frauen ein echter Klassiker.“
Herbert Struber, Kronen Zeitung
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