Kinderkrebstag

Mutter sagt: „Wir haben als Erstes an Tod gedacht“

Heute ist der internationale Kinderkrebstag. Jährlich erkranken in Oberösterreich rund 50 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Welche Schicksale dahinter stehen, erfährt man selten. Eine Mutter (33) aus Steyr erzählt, wie es ihrem leukämiekranken Sohn Pauli (2,5 Jahre) geht: „Unser erster Gedanke war an den Tod.“

„Unser Pauli war wochenlang schlapp und total ruhig. Das ist uns seltsam vorgekommen, weil er sonst so ein aufgewecktes Kind war. Anfangs haben wir geglaubt, dass er so ist, weil er Zähne bekommt. Dann hat uns ein Allgemeinmediziner ins Spital geschickt, damit sie bei Pauli ein großes Blutbild machen“, erzählt Christa (33) aus Steyr über den 10. August, den Tag, der ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Als sie um Mitternacht mit ihrem Sohn – Paul ist zweieinhalb Jahre alt – todmüde in der Linzer Kinderklinik ins Bett fiel, wusste sie noch nicht, dass sie die Onkologieabteilung erst 33 Tage später verlassen würden.

Chemotherapie startete sofort
„Gleich am nächsten Tag ging es mit der Chemotherapie los. Die Ärzte haben gesagt, sie wollen keine Zeit verlieren. Insgesamt waren wir seither zehn Wochen in der Kinderklinik. Auch wenn wir nicht stationär dort sind, müssen wir jeden zweiten Tag zur Kontrolle hin“, erzählt die Steyrerin: „Am Anfang war unser erster Gedanke, dass unser Pauli sterben wird, wir dachten sofort an den Tod. Aber dann hieß es, dass die Heilungschancen bei 80 Prozent legen.“

50 junge Patienten pro Jahr
Am häufigsten werden bei Kindern und Jugendlichen Leukämien, Gehirn- und Rückenmarkstumore sowie Lymphknotenkrebs diagnostiziert. Krebs trifft jedes Jahr in Oberösterreich 50 junge Menschen.

Bessere Behandlungsmöglichkeiten
Oberarzt Georg Ebetsberger-Dachs, leitender Oberarzt der Kinderonkologie an der Linzer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, sagt: „Die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen konnten deutlich verbessert werden.“

Daumen drücken
Und Pauli? Er muss noch einen Chemo-Block absolvieren, benötigt eine Stammzellenspende. Ob das klappt, wird sich demnächst herausstellen. Wir drücken ihm die Daumen!

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Mittwoch, 14. April 2021
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