11.02.2021 11:45 |

102 neue Fälle

LH Peter Kaiser verlangt sofort „Wohnzimmertests“

Solange es keine genügende Durchimpfungsrate gibt, sind regelmäßige Tests für alle das wirksamste Mittel zum Schutz der Bevölkerung. Aber Coronateststraßen und Apotheken sind ausgebucht. Landeshauptmann Peter Kaiser appelliert jetzt in Richtung Bund, allen Österreichern ab zehn zweimal wöchentlich Wohnzimmertests gratis zur Verfügung zu stellen.

„Ein Lockdown kostet pro Woche 1,7 Milliarden Euro. Ein Schnelltest nur zwei bis drei Euro“, gibt Kaiser zu bedenken. Ob es eine Bestätigung für einen negativen Selbsttest geben muss und wie diese aussehen kann - beispielsweise via Handyvideo - sei dabei lediglich eine Detailfrage. Bei positivem Testergebnis wäre weiterhin die festgelegte Vorgangsweise mit Anruf 1450 und nachfolgendem PCR-Test gültig.

„Wenn Millionen ‚Nasenbohrer‘- und oder ‚Spuck‘-Tests für Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung gestellt werden können, warum nicht gleich für alle in Österreich lebenden Menschen zwei Mal wöchentlich“, fragt Kaiser. Für Verdachtsfälle und gesetzlich vorgeschriebene Tests sollen die Screening-Straßen geöffnet bleiben.

Wirtschaftskammer will selbst testen

Mittlerweile überlegt die Wirtschaftskammer, Beschäftigte selbst testen zu lassen. Sogar das wäre eine große Entlastung der derzeit völlig ausgelasteten Kapazitäten. Landessprecher Gerd Kurath: „Und es sollen weitere Sreening Straßen - eventuell auch mobile - eröffnet werden.“

102 Neuinfektionen und zwei Todesfälle

Aktuell wurden für Donnerstag 102 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zwei weitere Todesfälle kamen seit Mittwochfrüh hinzu, damit starben bisher im Bundesland 656 Menschen mit bzw. an Covid-19. In den Spitälern wurden aktuell 86 Corona-Kranke behandelt, neun von ihnen auf einer Intensivstation. Aktuell gab es 997 getestete Infizierte in Kärnten.

Der Sieben-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen sank seit langem erstmals wieder unter 100, nämlich von 105 auf 99.  Als Zielwert dieser Sieben-Tage-Inzidenz wird 50 angestrebt.

Britische Mutation breitet sich rasant aus

Die britische Mutation des Coronavirus breitet sich in Kärnten rasch aus: Bisher sind bereits 30 Fälle bestätigt und mit 131 ist die Zahl der Verdachtsfälle rasant angestiegen. Sie hat sich seit Montag sogar verdoppelt.

Wie berichtet ist das Briten-Virus vor allem im Bezirk Hermagor ein großes Problem. Landessprecher Gerd Kurath: „Er betrifft beinahe 80 Prozent der Neuinfektionen.“ Diese Virus-Variante ist besonders ansteckend. „Werden beim bekannten Virus zehn Prozent der Kontaktpersonen positiv getestet, können es bei diesem bis zu 60 Prozent sein.“

 Kärntner Krone
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