14.10.2004 10:32 |

Was wir wollen

Was uns Österreicher glücklich macht

Jeder vierte Österreicher bzw. jede vierte Österreicherin ist glücklich. Warum sind so viele unglücklich? Und worauf kommt es in Sachen Glück eigentlich an? Das Marktforschungsinstitut Market hat die Österreicher gefragt, was ihnen wichtig ist: Gesundheit, Freundschaft, Frieden steht ganz oben auf der Glücksliste!
Glück ist ja nicht für jeden gleich.Der eine sagt "Hauptsache gesund!" und freut sich seines Lebens,der andere glaubt, nur ein dickes Bankkonto macht ihn glücklich.Von Letzteren gibt es allerdings deutlich weniger, wie die Ergebnissezeigen.
 
Gesundheit am wichtigsten
"Geld ist kein Schlüssel zum Glück" istoffenbar der Grundgedanke in Österreich. Neben der eigenenGesundheit kommt es den Österreicher/innen auf die Freundschaft,die Liebe und den Frieden an. Besitz und Vermögen, sowiedie Eigenschaften Leistungsbereitschaft und Risikobereitschafthaben nicht einmal für ein Drittel eine Bedeutung in diesemZusammenhang.
 
Herr und Frau Österreicher legen zwar mehrheitlichauf einen sicheren Arbeitsplatz Wert und sind auch dem beruflichenErfolg nicht gänzlich abgeneigt, aber für die Lebenszufriedenheitist es ihrer Meinung nach wichtiger, dass man sich etwas gönntund dass die Gemütlichkeit und der Humor nicht zu kurz kommen.Demnach sind individualistische Selbstentfaltungswerte, wie z.B.Unabhängigkeit, Selbstständigkeit oder Selbstverwirklichungnicht einmal für jede/n Zweite/n wichtig für die Lebenszufriedenheit.
 
Weibliches und männliches Glück
Das weibliche Glück unterscheidet sich in einigenPunkten erheblich von den Glücksvorstellungen der Männer:Für Frauen sind Kinder, Modernität und Aufgeschlossenheitsowie gutes Aussehen besonders wichtig, während Männermehr auf den beruflichen Erfolg und auf den Besitz schielen.
 
Sex vs. Beziehung
Die Glücksvorstellungen der Männer sindauch stärker vom "guten Sex" geprägt, die der Frauenhingegen mehr von der Liebe. Das Erfahren von Liebe und der "guteSex" sind auch für die Jungen (bis 29 Jahre) von großerBedeutung, überdurchschnittlich werden von ihnen auch derberufliche Erfolg, die Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung,Besitz sowie die Modernität und das gute Aussehen betont.Kinder werden von den Jungen allerdings am wenigsten von allenAltersgruppen mit Glück in Zusammenhang gebracht. Der sichereArbeitsplatz, die Leistungs- und Lernbereitschaft wird besondersvon den 50- bis 60-Jährigen in Zusammenhang mit der Lebenszufriedenheitbetont.
 
Land = glücklich, Stadt = unglücklich
Auf die eigene Lebenszufriedenheit angesprochen,antwortet ein gutes Viertel (26 Prozent), sie seien besondersglücklich. Hier fällt vor allem das Land-Stadtgefälleauf. Die Lebenszufriedenheit ist demnach eher am Land als in derGroßstadt beheimatet.
 
Die Wenigsten haben ihr Glück erreicht
Das doch nicht sehr hoch stehende Glücksbarometerwird verständlicher, wenn man die persönliche Bilanzder Österreicher /innen betrachtet: Hier gibt nicht einmaljeder Zweite (46 Prozent) an, er lebe gut, ähnlich wird dieBerufswelt beurteilt. 38 Prozent sagen von sich, sie haben esgeschafft, beruflich erfolgreich zu sein. Der eigene Arbeitsplatzwird bei den unter 60-Jährigen nicht einmal von jedem Zweitenals sicher eingeschätzt, bei den Jungen (bis 29 Jahre) nichteinmal von jedem Dritten. Bei der Gesundheit klafft eher bei denälteren Menschen ein Loch zwischen dem Soll- und dem Ist-Zustand.
 
Wie du trotz Allem glücklich seinkannst: siehe Linkbox!
Freitag, 18. Juni 2021
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