05.02.2021 07:23 |

Friseurbesuch und Co.:

Alle wollen nun einen Gratis-Test

Gratis-Testungen werden ab nächster Woche heiß begehrt sein. Aber gibt es auch genug Kapazitäten? Und wer übernimmt die Kosten?

Wer zum Friseur will, braucht einen Test - und zwar am besten kostenlos. Den Gratis-Abstrich gibt es aber nur in den Test- und Impfzentren (BITZ), von denen es sieben landesweit gibt. Bisher wurde vor allem über die langen Anfahrtswege zu den Zentren geklagt und dass sich manche Bezirke sogar ein BITZ teilen müssen. Schon bald dürfte das aber in den Hintergrund rücken. Vieles deutet darauf hin, dass der Andrang auf die Teststraßen deutlich steigen könnte.

„Mittlerweile erreichen uns hunderte Anrufe von verunsicherten Bürgern - Unternehmer und Konsumenten - weil sie keinen Termin bei den Testzentren des Landes bekommen“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth. Teilweise gebe es für die nächsten zwei Wochen keinen Termin. Er warnt vor einem drohenden „Test-Super-GAU“, sobald das negative Ergebnis verpflichtend als Eintrittskarte für den Friseur oder Fußpfleger dient. Hinzu komme, dass auch Pendler eine Bestätigung für die Einreise benötigen, sobald die Verordnung in Kraft ist. Nemeth fordert daher mehr Kapazitäten vom Land. „Die Menschen müssen zu einer von nur sieben Teststationen reisen, um einen neuen Haarschnitt zu bekommen“, meint auch der türkise Klubchef Markus Ulram.

„Wenn die ÖVP ein bevorstehendes Testchaos ortet, dann muss sie sich selbst an der Nase nehmen. Denn es war die ÖVP-geführte Bundesregierung, die das Eintrittstesten für etliche Gesellschaftsbereiche verordnet hat, ohne vorab für die nötigen niederschwelligen Testangebote zu sorgen“, entgegnet ein verärgerter SPÖ-Gesundheitssprecher Kilian Brandstätter. Das Burgenland habe mit den sieben Testzentren seinen Beitrag geleistet. Die Kapazitäten in Eisenstadt, Gols und Oberwart seien jetzt sogar verdoppelt worden. Der Bund hingegen sei in Hinblick auf wohnortnahe Gratis-Angebote bei Ärzten oder Apotheken säumig. Verschärfend komme hinzu, dass ungarische Pendler verstärkt auf burgenländische Gratis-Teststraßen ausweichen, weil die Testmöglichkeiten in Ungarn knapp und teuer sind.

Ch. Miehl, Kronen Zeitung

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