03.02.2021 16:22 |

Auch im EU-Vergleich

Österreich bei Corona-Impfquote abgeschlagen

In Österreich haben bisher (Stand Mittwochfrüh) über 257.000 Personen, das sind knapp drei Prozent der Bevölkerung, die erste Dosis einer Corona-Schutzimpfung erhalten. Damit liegt Österreich bei der Impfquote aber im internationalen Vergleich hinter den Nachbarländern und meilenweit hinter den „Impfweltmeistern“, wie Israel, den USA oder Großbritannien zurück.

Die für einen vollständigen Impfschutz notwendige zweite Dosis erhielten 19.062 Personen. Laut Gesundheitsministerium gab es bisher insgesamt 208.988 Impfungen, die auch im E-Impfpass eingetragen worden sind.

Viele Nachbarländer mit besserer Impfquote
Bei einem genauen Blick auf die Impfquoten wird deutlich, dass Österreich teilweise auch sehr deutlich hinter dem Großteil der Nachbarländer zurückliegt. Slowenien (3,7 Prozent), die Schweiz (3,6 Prozent), Italien (3,5 Prozent), Ungarn (3,2 Prozent) und Deutschland (3,1 Prozent) haben allesamt eine bessere Impfquote als Österreich (knapp drei Prozent).

Israel: Fast 60 Prozent der Bevölkerung geimpft
„Impfweltmeister“ ist nach wie vor Israel, wo inzwischen 58,8 Prozent der Bevölkerung eine Corona-Impfung erhielten und sogar die Impfung von Jugendlichen bereits begonnen hat. Auf den Plätzen folgen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit 34,8 Prozent, Großbritannien mit 14,9 Prozent, Bahrein mit 10,2 Prozent und die USA mit 9,89 Prozent.

Oberösterreich im Regionalvergleich vorne
Was die regionale Verteilung betrifft, fällt in Österreich eine durchaus differenziertes Bild auf. In Oberösterreich haben immerhin 2,8 Prozent bzw. 41.743 Personen mit einem gemeldeten Hauptwohnsitz eine Corona-Impfung erhalten. In Vorarlberg und Kärnten sind es jeweils knapp 2,5 Prozent (9.903 bzw. 13.834 Personen) und in der Bundeshauptstadt Wien 2,33 Prozent (44.455 Personen).

Salzburg ist Österreichs „Schlusslicht“
Dagegen wurden in der Steiermark bisher nur 1,38 Prozent (17.171), in Salzburg 1,55 Prozent (8.639 Personen) und in Tirol 1,66 Prozent (12.554 Personen) der Einwohner geimpft. Dabei ist Salzburg mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 166,9 je 100.000 Einwohner nach wie vor das am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffene Bundesland.

AstraZeneca-Impfstoff trifft nächste Woche ein
Die erste Tranche des AstraZeneca-Impfstoffs soll laut Gesundheitsministerium Anfang nächster Woche eintreffen. Bis Mitte März sollen damit Beschäftigte in der mobilen Pflege, Gesundheitspersonal mit hohem Expositionsrisiko sowie Menschen mit Behinderung sowie deren Assistenten Impfschutz erhalten. 

Ein großer Teil der Impfungen, aktuell 222.520, werden demnach bereits im E-Impfpass abgebildet, was knapp 86 Prozent der Impfungen entspricht. Grundsätzlich können sich derzeit Menschen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr mit einem Coronavirus-Impfstoff impfen lassen, das sind in Österreich knapp 7,5 Millionen Menschen.

Kurz blockt Frage nach „Sputnik V“ ab
Keinen Handlungsbedarf sieht Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Bezug auf den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“. „Diese Frage stellt sich derzeit nicht, da es noch nicht einmal einen Antrag auf Zulassung bei der EMA gibt“, sagte ein Sprecher des Kanzlers am Mittwoch.

Anders sieht das NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. Man müsse nun alles daran setzen, dass so viele Menschen wie möglich geimpft werden. Sollte sich bestätigen, dass „Sputnik V“ sicher ist und zuverlässig wirkt, müsse Österreich „augenblicklich in die Beschaffung“ gehen.

Unterdessen zeigte sich, dass die Impfbereitschaft beim Personal in den heimischen Apotheken offenbar besonders groß ist. Einer internen Umfrage der Apothekerkammer zufolge wollen sich rund 80 Prozent gegen Covid-19 impfen lassen. 

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