Rückkehr in Schulen

Israel beginnt mit Corona-Impfung von Jugendlichen

Ausland
24.01.2021 13:58

Als eines der ersten Länder weltweit hat Israel mit der Impfung von Teenagern gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden am Samstag geimpft, wie israelische Medien am Sonntag berichteten. Damit soll Schülern, die vor der Matura stehen, wieder die Teilnahme am Präsenzunterricht in den Schulen ermöglicht werden. Für die Impfung erforderlich ist eine Genehmigung der Eltern.

Gesundheitsminister Yuli Edelstein zufolge wurden am Freitag und Samstag - dem Wochenende in Israel - insgesamt 195.000 Menschen geimpft. Von den etwa neun Millionen Einwohnern erhielten inzwischen 2,5 Millionen die erste Dosis und fast eine Million bereits die zweite Dosis. Ungeachtet eines mehrwöchigen Lockdowns seien die Infektionszahlen bisher aber nicht stark genug gesunken, so der Minister.

(Bild: AFP)

Israels Regierung berät deshalb am Sonntag über eine zweiwöchige Schließung des internationalen Flughafens Ben Gurion für die meisten Flüge. Ziel ist, die Einschleppung weiterer Virus-Varianten zu verhindern. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen gehen nach amtlichen Angaben auf die britische Virusmutation zurück. In jüngster Zeit gab es auch mehrere Fälle schwerer Erkrankungen von Schwangeren und Kindern.

Ein ultra-orthodoxer Jude erhält in Jerusalem eine Impfung. (Bild: The Associated Press)
Ein ultra-orthodoxer Jude erhält in Jerusalem eine Impfung.

Das Land steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Am Freitag wurden 7099 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ausgewiesen. Bis Ende Jänner gilt daher ein strenger Lockdown. So darf man die eigene Wohnung in der Regel nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen.

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