28.01.2021 08:15 |

Tierdrama am Pferdehof

Abgemagerter Wallach musste eingeschläfert werden

Ein Tierdrama hat sich in einem Privatstall in Oberkärnten abgespielt. Der elfjährige Wallach „Hero“ war dort als Beistellpferd eingestellt. Er ist bis auf die Knochen abgemagert. Trotz Krankheit wurde das Pferd bis zur Erschöpfung geritten. Als „Hero“ freigekauft wurde, war es bereits zu spät. Er musste eingeschläfert werden.

„Ich stehe noch immer unter Schock. Ich habe meinen kranken ,Hero‘ der Stallbesitzerin anvertraut, in dem Glauben, dass er es als Beistellpferd dort gut hat“, berichtet die Vorbesitzerin des Wallachs erschüttert. Die Betreiberin des Privatstalles habe ihr versichert, dass es „Hero“ gut gehen werde. In den ersten Wochen hatte sie auch noch Fotos geschickt.

„Ich musste leider erfahren, dass man ,Hero‘ eingeschläfert hat“
Als die Vorbesitzerin ihr Pferd besuchen wollte, wurde sie aber immer unter verschiedenen Vorwänden abgewimmelt. „Das hat mich dann doch stutzig gemacht. Aber da war es dann schon zu spät. Ich musste leider erfahren, dass man ,Hero‘ eingeschläfert hat.“

„Auch ihre Norikerstute ist viel zu dünn“
Eine junge Reiterin, die am Pferdehof nur für kurze Zeit eine Reitbeteiligung hatte, kaufte den geschundenen Wallach um 300 Euro. „Ich wollte ihn retten, da ich nicht mehr mit ansehen konnte, wie die Frau ihre Tiere hält. Auch ihre Norikerstute ist viel zu dünn. Ein anderes Pferd lahmt und wird trotzdem geritten. Anzeigen bei den Behörden haben nichts genützt“, erzählt die Tierfreundin. „Ich musste nach drei Tagen ,Hero‘ erlösen. Der Tierarzt hat mir bestätigt, dass er so unterernährt war, dass man ihm nicht mehr helfen konnte.“ Experten raten, Beistellpferde nur mit Schutzvertrag weiterzugeben.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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