23.01.2021 19:00 |

Doppel-Interview

Trotz Corona: „Das Knistern in Kitzbühel bleibt“

Kitzbühels TVB-Obmann Christian Harisch und Bürgermeister Klaus Winkler sprachen nach negativem Gurgel-Test im „Krone Media Center“ über ein Hahnenkamm-Rennen, wie es noch nie eines gab.

Herr Harisch, welche Bedeutung hat das Rennen trotz aller Einschränkungen?
Es bleibt ein Symbol und das Herz im ganzen alpinen Tourismus. Das Hahnenkamm-Rennen ist kein Society-Event, und schon die Trainings haben gezeigt, wie spannend es wieder ist – mit vielen möglichen Siegern.

Wie ist Ihre Gefühlslage dazu, Herr Winkler?
Die Fans fehlen, aber das Knistern ist da. Ebenso die Erwartungen und die Motivation. Ein Stück davon ist das tolle „Krone Media Center“ – ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber Kitzbühel auch in schwieriger Zeit. Vor einer Woche war ich noch nervöser, da hing das Rennen wegen der Corona-Fälle in Jochberg wirklich am seidenen Faden.

Ist es als Bürgermeister sogar ein Pluspunkt, dass alles stressfreier abläuft und der Terminkalender leerer ist?
Auf jeden Fall gesünder für den Körper (schmunzelt). Bei den Einheimischen ist das Rennen trotzdem allgegenwärtig und Gesprächsthema, wenn man denn überhaupt jemanden trifft.

Herr Harisch, kann das Echo so groß wie sonst sein?
Es sind Zeiten, in denen man merkt, wie wichtig die Medien sind. Die „Krone“ trägt mit diesem Studio mitten in der Stadt einen wichtigen Teil dazu bei. Ich hoffe, dass viele Familien daheim vor dem TV sitzen, mitfiebern und aufspringen, wenn ein Österreicher gewinnt. Daher mein Appell, dass die heimischen Skifahrer schneller fahren, als die Regierung impft.

Wie hoch ist insgesamt der Schaden durch Corona?
Für den Tourismus ist er gigantisch, aber Kitzbühel steht hinter dem Rennen, und es ist ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl zu spüren. Für die Betriebe und Mitarbeiter ist die Unsicherheit halt katastrophal – mit dauernden Verschiebungen der Öffnungstermine im Jänner und jetzt bis mindestens Februar. Aber wir freuen uns auf einen gewaltigen Sommer, wenn sich die Viruszahlen verbessern.

Wie wird die weitere Wintersaison verlaufen?
Das Schlangestehen am Lift ist bei uns jedenfalls kein Problem. Wir haben normal 30.000 Gäste im Skigebiet, derzeit 5000. Man hat die Pisten fast für sich allein, und ich kann nur betonen, dass es sicher ist und der Gesundheit zuträglich. Für die offenen Lifte bin ich den Bergbahnen dankbar. Wie soll ich einem 7-Jährigen erklären, dass er derzeit nicht Ski fahren darf? Skifahren gehört doch zu unserer Gesellschaft!

Michael Fally und Andreas Moser, Kronen Zeitung

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