14.01.2021 07:00 |

Landeschef im Talk

Haslauer: „Lockdown hängt von Infektionszahlen ab“

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat noch keine Informationen, ob es zur Lockdown-Verlängerung über den 24. Jänner hinaus kommen werde. Diese würde klarerweise die heurige Wintersaison für den Tourismus endgültig begraben. Haslauer würde sich dann die weitere Öffnung der Skigebiete wünschen, weil diese laut ihm reibungslos laufen.

„Krone“: Herr Landeshauptmann, rechnen Sie mit einer Verlängerung des Lockdowns bis nach Ostern?
Wilfried Haslauer:
Das kann man derzeit nicht absehen. Was die Bundesregierung dazu diskutiert, kann ich nicht sagen, weil ich keine Nachrichten dazu habe. Ich gehe von einem Ende des Lockdowns am 24. Jänner aus. Das hängt aber von den Infektionszahlen ab.

Wie ist derzeit das Verhältnis zum Bund? In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Reibungspunkte wie das Thema Skilifte oder Impfungen.
Das Verhältnis ist nach wie vor sehr gut. Wir als Land sind aber ein Teil der Bewältigung der Probleme. Eine zentrale Organisation ist da immer schwierig.

Wie erleichtert sind Sie nun, dass die Organisation der Impfungen und Testungen in Länderhand sind?
Auf der einen Seite ist das natürlich sehr gut. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch einen gewaltigen Mehraufwand.

Gibt es ihrerseits noch eine kleine Hoffnung, die laufende Wintersaison ein wenig zu retten?
Falls der Lockdown verlängert wird und die Beherbergungsbetriebe weiter geschlossen bleiben, ist die Wintersaison endgültig gestorben.

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Falls der Lockdown verlängert wird und die Beherbergungsbetriebe weiter geschlossen bleiben, ist die Wintersaison endgültig gestorben.

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer

Sollte die Liftanlagen dann dennoch weiter wie bisher geöffnet bleiben?
Ja, für die Einheimischen sollten die Skigebiete offen halten. Das läuft bei uns problemlos und reibungsfrei und ist auch nicht mit der Situation in Niederösterreich vergleichbar. Unsere Skigebiete haben eine viel höhere Kapazität.

Was sagen Sie zum Fall der infizierten britischen Skilehrer in Tirol?
Wir haben genau recherchiert, ob es auch Spuren nach Salzburg gibt und die gibt es nicht. Einzig eine Skischule mit Sitz in Kaprun organisiert diese Vorbereitungskurse für die Skilehrer-Anwärter-Ausbildung. Die Kursteilnehmer sind alle in drei Häusern in Tirol untergebracht. In einem kam es zu den Infektionen von neun Briten und sieben heimischen Skilehrern.

Felix Roittner
Felix Roittner
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