14.01.2021 06:00 |

Verdacht in Jochberg

Corona-Mutation: Briten auf Partys statt Pisten?

Mit Hauptwohnsitz in Jochberg gemeldet sind die kürzlich positiv getesteten angehenden Skilehrer, bei denen ein Verdacht auf die Corona-Mutation besteht. Britische Medien berichten davon, dass die Gruppe Partys gefeiert hätte.

Die zwölf jungen Briten, je ein Ire, Este, Isländer, Spanier und Holländer waren laut dem Jochberger Bürgermeister Günter Resch zwischen Oktober und Dezember angereist. Im Gästehaus einer ortsansässigen Skischule haben sie Quartier bezogen. Sie wollen ihre skifahrerischen Kenntnisse so weit voranbringen, dass sie sich dann zum Skilehrer ausbilden lassen können.

Kursort war ursprünglich Kaprun
Dazu haben sie ein Training bei einer Salzburger Firma gebucht. Danach hätten sie in der Skischule ihres Unterkunftgebers anfangen sollen. Pikant: Der Kurs war ursprünglich eigentlich in Kaprun geplant. „Am 2. Jänner wurde eine Person mit Symptomen gemeldet“, sagt Ortschef Resch. Der Corona-Test verlief positiv mit Verdacht auf die britische Mutation. Resch: „In dem Haus sind in der Folge alle 17 Personen positiv getestet worden.“

Britische Medien melden Partys
Die Quarantäne endete am Donnerstag um Mitternacht. Resch hatte am Mittwoch den Wunsch nach zweiten Tests geäußert. Dass die Gruppe - und weitere zum Aufbautraining in Jochberg stationierte Personen - ihren Hauptwohnsitz in den Ort verlegt hatten, ist für Resch nichts Ungewöhnliches: „Ein ganz legaler Vorgang in der EU.“ Britische Medien berichten unterdessen von illegalen Partys mit rund 60 jungen Leute.

Ermittlungen laufen
Rund um die Jochberger Infektionsfälle ermitteln auch die Behörden: Die Frage sei, ob tatsächlich alle Vorgaben bei dem Skiausbildungskurs eingehalten wurden, hatte Landesamtsdirektor Herbert Forster am Mittwoch bekannt gegeben.

1000 Tests, vier positive Resultate
Die für die örtliche Bevölkerung angebotenen Massentests wurden am Dienstag und Mittwoch sehr gut angenommen. Am Mittwoch waren kurz vor Mitternacht bereits über 1000 Jochberger getestet worden: Insgesamt fielen laut Landesregierung vier Tests positiv aus, darunter eine Kontaktperson der Skilehrer-Gruppe.

Infektiologe Günter Weiss geht inzwischen davon aus, „dass sich die Mutation in ganz Europa ausbreiten und Teil des Infektionsgeschehens wird“. Ob die Auswirkung aber ähnlich verheerend wie in Großbritannien sein wird, sei noch nicht abzuschätzen.

Peter Freiberger, Kronen Zeitung/krone.at

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