07.01.2021 11:38 |

SPÖ will Druck machen

Rendi-Wagner zu Impfungen: „Es zählt jeder Tag“

SPÖ-Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner hat sich am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz entsetzt über das „Impfchaos der Regierung“ gezeigt. „Impfen ist die einzige Chance, den Spieß endlich umzudrehen“, erklärte die Sozialdemokratin am Donnerstag. Jeder Tag zähle, ideal wäre eine „schnellstmögliche breite Durchimpfung“. 

Obwohl wir uns „inmitten eines Lockdowns“ befinden, sei die Zahl der Neuinfektionen noch immer „leider sehr, sehr hoch“, erklärte Rendi-Wagner. Diese seien nach den Feiertagen „nicht überraschend“, „die 68 Corona-Todesfälle gestern sollten uns allerdings zu denken geben“, so die SPÖ-Chefin. Sie hofft auch eine Abflachung nach dem Wochenende. Ziel müsse ein „stabiles, kontrollierbares Infektionsniveau“ sein.

Kritik: Zeit für Vorbereitung für Impfaktion nicht genutzt
Zwei Punkte seien für die Medizinerin entscheidend: „Schnellstmögliche breite Durchimpfung“ sowie eine „vernünftige klare Teststrategie“. Durch die Geschehnisse der letzten Tage sei die Bundesregierung allerdings „nicht auf einem guten Weg, eine hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erreichen“, so die Klubobfrau. Die Regierung
hätte sehr viel Zeit gehabt, um sich auf Impfaktion sorgfältig vorzubereiten, kritisierte sie - schließlich sei schon Anfang November klar gewesen, dass es einen wirksamen Impfstoff zu Weihnachten geben wird. 

Bis eine schützende Impfrate erreicht ist, werde es aber auch eine neue Teststrategie brauchen, ist die SPÖ-Vorsitzende überzeugt. Niederschwellig und kostenfrei müsste es Angebote geben, für die auch wo möglich Unternehmen bei ihren Mitarbeitern sorgen sollten. Tun sie dies nicht, sollten sie den Arbeitnehmern für Testungen frei geben. Ein Plädoyer gab es auch ein weiteres Mal für Tests, die selbst daheim abgenommen werden können.

Rendi-Wagner für Zugangstests bei Events, im Tourismus und in Unis
Zugangstests sind ebenfalls Teil von Rendi-Wagners Strategie. Zum Einsatz kommen könnten sie bei Veranstaltungen, aber etwa auch bei großen Uni-Vorlesungen oder im Tourismus, nicht aber im Handel oder der Gastronomie.

Rendi-Wagner kündigte eine Sondersitzung im Parlament zu dem Thema an, um Druck auf die Verantwortlichen auszuüben. Diese sei am Donnerstag beantragt worden.

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