„Krone“-Reporter und Ski-Experte Alex Hofstetter schreibt in seiner Kolumne „Weltcup live“ über Linus Straßers ersten Gratulanten und Österreichs Aufholjagd im Nationencup.
Nach 1151 Tagen ließ Linus Straßer Ski-Deutschland wieder über einen Slalom-Sieg jubeln. „Gespenstisch, leer, ruhig“, meinte der frischgebackene Zagreb-Champion angesichts der fehlenden Fans. „Aber die Emotionen in mir drinnen sind so, als wären da Tausende Zuschauer.“
Straßer hatte es bis gestern ausschließlich in den „Städte-Rennen“, also in Parallel-Formaten, aufs Podest geschafft: ein Sieg 2017 in Stockholm, zweimal Dritter 2018 in Oslo und Stockholm. Jetzt sicherte er sich als erster Slalom-Sieger nach dem Ende der Ära von Felix Neureuther einen Platz in den deutschen Ski-Geschichtsbüchern.
Felix hatte am 12. November 2017 im Levi-Slalom den 13. und letzten Weltcup-Erfolg seiner Karriere gefeiert. Und er war auch der erste Gratulant, meinte euphorisch: „Bravo, Linus! Das war so wichtig für den Skirennsport in Deutschland.“
Genüsslich blickte aber auch unser Ski-Boss Peter Schröcksnadel aufs bärenstarke Teamergebnis mit vier Österreichern in den Top Acht. Der Vorsprung der Schweiz im Nationencup schmilzt - trotz der schmerzhaften Ausfälle von Nici Schmidhofer und Bernadette Schild - weiter dahin: Jetzt sind es „nur mehr“ 385 Punkte. Zu Weihnachten waren es mehr als 600 gewesen.
Alex Hofstetter, Kronen Zeitung
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