Crash auf der Autobahn

Polizist Alex rettete Leben von jungem Unfallopfer

Von Fremdenpolizist auf Rettungssanitäter musste der 22-jährige Alex W. „wechseln“, als er mit seiner Kollegin Tamara E. auf der Innkreisautobahn bei Pram zu einem Unfall kam - wie berichtet, war ein Mercedes mit zwei Studenten aus Moldawien und Rumänien gegen einen Sattelanhänger gekracht. Der eingeklemmte Beifahrer gab keine Lebenszeichen mehr von sich.

Krone: Sie und Ihre Kollegin waren am Dienstagmorgen zufällig als Erste an der Unfallstelle auf der Innkreisautobahn.
Alex W.: Wir waren im Fahndungsdienst, als wir kurz nach 7 Uhr die ungesicherte Unfallstelle entdeckten. Personen waren heraußen, einer meinte, es sitzt noch einer im Wagen, aber „er lebt eh“.

„Krone“: Sie haben aber gleich selbst nachgesehen.
Alex W.: Wir hatten schon weitere Kräfte angefordert, aber als ich sah, wie schwer der Beifahrer verletzt ist, habe ich sofort den Notarzt nachgefordert. Der Mann war eingeklemmt, ohne Bewusstsein und ich konnte keinen Puls finden. Da ich auch als Rettungssanitäter freiwillig beim Roten Kreuz Marchtrenk Dienst mache, wusste ich in diesem Moment, dass wir den Verletzten umgehend bergen mussten.

„Krone“: Wie schwierig war die Bergung des schwer verletzten Beifahrers?
Alex W.: Das Auto war voll mit Sachen, die Beifahrerseite total eingedrückt. Und die Airbags hatten nicht ausgelöst, also bestand die Gefahr, dass die plötzlich aufgehen. Das Risiko gingen wir ein und gemeinsam mit meiner Kollegin konnten wir im Wagen so viel Platz schaffen, dass wir den Verletzten, den wir irgendwie abgeschnallt und freibekommen hatten, über die Fahrerseite aus dem Wrack ziehen konnten.

„Krone“: Mussten Sie den Verletzten dann an der Unfallstelle auch reanimieren?
Alex W.: Wir hatten uns schon darauf eingestellt, aber als wir ihn rausholten, war schon die Rettung da und wir konnten ihn gleich auf die Trage legen – und er hatte zum Glück auch Puls.

„Krone“: Haben Sie dann Ihren Fahndungsdienst nach diesem anstrengen Rettungseinsatz gleich wieder fortgesetzt?
Alex W.: Meine Kollegin und ich waren voller Blut – wir fuhren daher erst einmal zur Dienststelle nach Linz zurück, konnten erst am Nachmittag wieder ausfahren.

Markus Schütz
Markus Schütz
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