22.12.2020 17:03 |

Letzter Kontinent

36 Corona-Fälle auf Forschungsstation in Antarktis

Auf einer Forschungsstation in der Antarktis haben sich 36 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - damit hat es endgültig alle Kontinente der Erde erreicht. Bei den Infizierten auf Chiles Station „Bernardo O’Higgins Riquelme“ handelt es sich um 26 Mitglieder des Militärs sowie zehn Personen einer Wartungsfirma.

Über Monate war der Südkontinent einer der letzten Orte gewesen, in denen man sich in geschlossenen Räumen beruhigt unter Menschen aufhalten konnte. Strenge Maßnahmen trugen dazu bei, einen Corona-Ausbruch zu vermeiden. Länder mit Forschungsstationen in der Antarktis sprachen schnell Verbote für Kreuzfahrtschiffe und andere Besucher aus, die keine lebenswichtigen Vorräte liefern. So verwandelte sich jede der Dutzenden Stationen in eine eigene Blase.

Crew in Quarantäne
Die chilenische Zeitung „La Tercera“ berichtete in der vergangenen Woche, dass die Crew des amphibischen Landungsschiffes Sargento Aldea nach einem Aufenthalt in der Bernardo-O‘Higgins-Station wegen drei Corona-Fällen in Quarantäne gegangen sei. Das Schiff hatte Wartungspersonal und -material für die Station transportiert.

Die Infizierten von der Forschungsstation wurden in die Stadt Punta Arenas in Patagonien gebracht, die als Ausgangspunkt für Antarktis-Expeditionen gilt. 

Die Station Bernardo O‘Higgins Riquelme liegt auf der nördlichsten Spitze der Antarktischen Halbinsel in der Westantarktis und ist die Basis von mehr als einem Dutzend chilenischer Stationen in der Antarktis. Die Station wurde 1948 errichtet und ist damit eine der am längsten durchgehend betriebenen Stationen auf dem Kontinent Antarktika.

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