Das erste Renntraining von Ex-Superstar Marcel Hirscher seit dem Rücktritt war in den letzten Tagen ein riesengroßes Thema im Ski-Zirkus. Riesentorlauf-Spezialist Roland Leitinger gefiel es jedenfalls mit dem Salzburger. Eine Kolumne von „Krone“-Reporter Georg Fraisl.
Hinter dem Weltcup-Tross ging im Grödnertal der Rollladen runter. Die Hotels schließen bis nach Heilig-Drei-König, die Gondelbahn Saslong, nur für die Rennen geöffnet, stellt für diesen Winter ganz den Betrieb ein. Der Besitzer, ein Mailänder Milliardär, will’s so.
Auch auf der anderen Seite des Jochs Corona-Tristesse: geschlossene Hotels, geschlossene Restaurants. Nur die Gran Risa, die Kult-Piste, wird heute Sonntag so sein, wie immer. Steil, herausfordernd, eisig. Die ultimative Herausforderung im Riesentorlauf. „Das Königsrennen“, nennt es auch Roland Leitinger.
Vor ein paar Tagen stand er wieder mit dem König von Alta Badia am Hang: Sechs Mal in Folge hat Marcel Hirscher den Riesentorlauf dort gewonnen (2013 bis 2018). Und zuletzt für Schlagzeilen wegen seines „Comebacks“ gesorgt.
Manch einer mag es für ein zweifelhaftes Vergnügen halten, von einem Star a. D. in den Schatten gestellt zu werden, Leitinger war begeistert: „Coole Sache. Man kann immer noch lernen, man konnte mit ihm reden - und er war nicht mehr so reserviert wie früher oft.“ Ob’s was bringt? Top-10, sagt Leitinger, wäre schon wie Weihnachten.
Georg Fraisl, Kronen Zeitung
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