11.12.2020 15:01 |

Aber keine Entwarnung

Intensivstationen: Auslastung sank auf unter 30%

Die Corona-Ampel leuchtet nach der jüngsten Sitzung der Expertenkommission weiterhin in ganz Österreich rot. Die am Freitag veröffentlichten Zahlen der Bewertungskriterien sind nach wie vor hoch und führen daher zu der „sehr hohen“ Risikoeinschätzung für das gesamte Land. Dennoch zeichneten sich Rückgänge ab. So sank die Auslastung der Intensivstationen im Vergleich zur Vorwoche von 32,3 auf 28,5 Prozent. Der Anteil der positiven Testergebnisse ging von 14,7 auf 13,4 Prozent zurück.

Die 14-Tages-Inzidenz (Zahl der täglichen Neuinfektionen im Schnitt der vergangenen 14 Tage) je 100.000 Einwohner sank innerhalb einer Woche deutlich von einem Wert über 300 auf nun rund 220. Das ist noch immer hoch, da ein Wert über 100 als eines der Kriterien für die Ausrufung der höchsten Warnstufe gilt.

„Nach wie vor wird Quellensuche intensiv betrieben“
Die Risikoadjustierung werde auch maßgeblich vom Contact Tracing der vorangegangenen Kalenderwoche bestimmt, hieß es. „Nach wie vor wird die Quellensuche intensiv betrieben, benötigt aber mehr Zeit, um die eingehenden Quellen-Daten des erhöhten Fallaufkommens auszuwerten“, wurde in dem Datenblatt betont. Der Anteil der geklärten Fälle wurde daher nicht ausgewiesen und nur die rohe Inzidenz angegeben.

Aus den Bewertungskriterien geht jedoch hervor, dass der Anteil der asymptomatischen Fälle in der vergangenen Kalenderwoche bei 16 Prozent lag. In der Woche davor waren es 13 Prozent gewesen. Zudem gab es 41 Prozent der Neuinfektionen in der Gruppe der 40- bis 64-Jährigen, 29 Prozent betrafen 20- bis 39-Jährige und 20 Prozent der neuen positiven Fälle wurden in der Gruppe über 65 Jahren registriert, nur zehn Prozent bei den Unter-20-Jährigen.

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