Kampf um MAN-Werk:

„Wollen für Mitarbeiter vor Weihnachten Klarheit“

Seit Mitte September schwebt das Damoklesschwert namens Abbau von insgesamt 9500 Arbeitsplätzen und der Schließung des Werks in Steyr (Oberösterreich) über den MAN-Beschäftigten. Nun kommt Bewegung in die Sache. Hinter verschlossenen Türen laufen Verhandlungen zwischen den Belegschaftsvertretern und dem Management.

Der Abbau von insgesamt 9500 Arbeitsplätzen und die Schließung von Standorten bis Ende 2023, darunter das Werk in Steyr mit seinen 2456 Beschäftigten - das sind die Pläne der MAN-Chefetage, gegen die die Belegschaftsvertreter nun seit fast drei Monaten Sturm laufen. In Steyr sorgten vor allem eine Protestkundgebung am Stadtplatz sowie ein Marsch der Beschäftigten durch die Stadt für viel Aufsehen. Die Arbeit war dafür niedergelegt worden.

„Der Weg muss fair sein“
Was ist aber im Kampf um den Erhalt des Standortes bislang am Verhandlungstisch passiert? Nachdem der Betriebsrat die Gespräche mit dem Management des Lkw-Herstellers gleich nach Beginn unterbrochen hatte, wird mittlerweile wieder diskutiert - hinter verschlossenen Türen. „Wir wollen für unsere Mitarbeiter noch vor Weihnachten Klarheit“, sagt Erich Schwarz. Der Arbeiter-Betriebsratschef bei MAN in Steyr weiter: „Uns ist klar, dass wir sparen müssen - aber der Weg muss fair sein. Wir wollen eine Rücknahme der geplanten Standortschließungen und eine Rücknahme der Kündigung des Standortsicherungsvertrags.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 27. Oktober 2021
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