Die Unterwasserwelt des Attersees zieht Tausende Sportler in ihren Bann – und das unabhängig von der Jahreszeit. Am Donnerstag starb ein 59-jähriger Pole, nachdem er in rund 50 Meter Tiefe gesundheitliche Probleme bekommen hatte.
„Bei uns wird das ganze Jahr getaucht. Im Sommer eher sogar weniger, weil die Parkplätze ab der Früh weg von Badegästen belegt sind“, weiß Günter Oberschmid von der Pension „Zur Nixe“ als Obmann vom Tauchkompetenzzentrum Attersee. Jährlich soll es laut Schätzung der Experten 150.000 Tauchgänge am Attersee geben. Allein bei der berüchtigten Schwarzen Brücke sollen es zwischen 60 und 70 pro Woche sein. „Egal, wann man vorbeifährt, es stehen immer Autos dort“, so Oberschmid.
Notaufstieg aus 50 Meter Tiefe
Am Donnerstag wurde diese Stelle einem 59-jährigen Polen zum Verhängnis. Laut der Wasserrettung Oberösterreich war der Mann Teil einer dreiköpfigen Tec-Diver-Gruppe. Nach einem Problem in rund 50 Metern Tiefe brachte sich der Pole mit einem Notaufstieg an die Wasseroberfläche, wo er reglos treibend von anderen anwesenden Tauchern ans Ufer gebracht wurde. Trotz Reanimationsversuchen durch die rasch eintreffenden Einsatzkräfte verstarb der Sportler noch vor Ort.
Restrisiko besteht immer
„Technisches Tauchen ist ein sehr heikles Thema, da darfst du keinen Fehler machen und musst du spezielle Prüfungen und Zertifikate vorweisen können“, so Oberschmid, der selbst schon um die 50-mal in dem Gebiet getaucht hat. Er warnt davor, aus der Schwarzen Brücke einen Mythos zu machen, ein Restrisiko bestehe immer.
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