11.11.2020 16:48 |

Diebe bohrten Loch

6,5 Millionen € aus deutschem Zollamt gestohlen

Ein Einbruch wie im Kinofilm: In einem deutschen Zollamt haben Diebe mit einem großen Kernbohrer ein Loch in den Tresorraum gebohrt. Ihre Beute: 6,5 Millionen Euro! Die Fahndung nach insgesamt vier Männern läuft. Die Behörden veröffentlichten am Mittwoch von einem Zeugen aufgenommene Fotos eines Mannes, der vor dem Tatort auffällig auf- und abgegangen war.

Tatort des spektakulären Einbruchs war die Stadt Emmerich am Rhein im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Drei unbekannte Männer sollen am 1. November eine Kellertür des Zollamtes aufgehebelt und im Keller mit einem Kernbohrer die Wand des danebenliegenden Tresorraums durchbohrt haben. Dort hätten sie rund 6,5 Millionen Euro - verstaut in mehreren „Safe-Bags“ - gestohlen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Zeugen bemerkten Bohrgeräusche
Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, hatten Zeugen am 1. November gegen 6 Uhr Bohrgeräusche gehört und gegen 10.45 Uhr bemerkt, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Schiebetür zu beladen. Anschließend fuhren sie mit dem Fahrzeug weg. Später fuhr auch der vierte Verdächtige, der möglicherweise „Schmiere gestanden“ hatte, mit einem Auto in dieselbe Richtung weg wie der Transporter.

„Einbruch hochprofessionell geplant“
Der Einbruch sei professionell geplant und durchgeführt worden, teilten die Fahnder einer beim Polizeipräsidium Krefeld geführten „Ermittlungskommission Kern“ mit.

100.000 Euro Belohnung ausgeschrieben
Die Polizei hatte über den Einbruch bereits mehrfach berichtet, die Höhe der Beute und der spektakuläre Ablauf der Tat wurde aber erst am Mittwoch mit der Veröffentlichung der Fahndungsfotos mitgeteilt. Die Behörden schrieben 100.000 Euro Belohnung für die Ergreifung der Täter aus. Zudem prüfen die Fahnder auch, ob es eine undichte Stelle bei Zoll oder Polizei gegeben hatte.

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