Labor-Chef erklärt:

Darum gab es Verwirrung um Salzburger Coronatests

Der Leiter jenes Labors, das mit den zuerst positiven und dann negativen Coronatests bei sechs Spielern von Fußball-Meister Red Bull Salzburg für große Verwirrung gesorgt hatte, begründete am Dienstag, wie es innerhalb kurzer Zeit zu den unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sei. Demnach war bei allen Spielern die Menge der nachgewiesenen Viren schon beim ersten Testdurchgang nur sehr gering. Nach der Corona-Entwarnung verlassen nun aber doch elf Spieler die Bullen für diverse Länderspieleinsätze. 

Hans Georg Mustafa, Geschäftsführer des Salzburger Labors medilab, betonte, dass er aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht konkret auf die Ergebnisse der sechs Sportler eingehen könne. Auf jeden Fall seien alle Tests völlig korrekt abgewickelt worden, „an den Resultaten gibt es nichts zu rütteln“. Ganz allgemein gesagt, gebe es immer wieder Patienten, die positiv getestet werden, obwohl sie nur eine geringe Viruslast aufweisen.

Es gebe dann zwei Möglichkeiten: Entweder die natürliche Immunabwehr könne die Viren erfolgreich bekämpfen und der nächste Test fällt negativ aus. Oder aber, der Abstrich sei zu Beginn einer Infektion genommen worden und es entwickle sich später die Krankheit. „Das kann man aber erst im Verlauf sehen und nicht im vorliegenden Testergebnis“, sagte der Mediziner.

Auf die Frage, ob es nicht völlig überraschend sei, dass gleich bei sechs Fußball-Profis derselbe Verlauf festgestellt wurde, sagte Mustafa: „Auf den ersten Blick ist das schon überraschend, aber wir haben solche Phänomene schon beobachtet.“ So gebe es auch Patienten, bei denen die Viruslast am Rande der Messbarkeit liegt, die aber dennoch an den typischen Symptomen leiden.

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