04.11.2020 17:53 |

Guten Morgen

Nächster Tiefschlag | Es kann nur besser werden

Nächster Tiefschlag: Ganz schön täuschen kann man sich, wenn man sich den Wecker am Tag der US-Wahl für 4.30 Uhr stellt, weil man zu erfahren erwartet, wer nächster amerikanischer Präsident ist. Ganz schön täuschen kann man sich vor allem, wenn man wie ein Großteil der Österreicher hofft, nach den erdrückenden Themen der jüngsten Vergangenheit, Corona samt Lockdown und mehr noch dem fürchterlichen Terroranschlag von Wien, wenigstens Mittwochfrüh einmal eine gute Nachricht zu bekommen - jene von der Abwahl Donald Trumps. Und dann am frühen Morgen zur Kenntnis nehmen muss, was viele Stunden später noch immer gilt: Zwar hat Trump die Wahl noch nicht gewonnen. Aber dieser aggressive, selbstsüchtige Gockel, der in Österreich und dem Rest Europas von den meisten Menschen abgelehnt und gefürchtet  wird, vereint selbst mitten in der Corona-Krise weiter die Hälfte der US-Wähler hinter sich, könnte es schaffen, im Weißen Haus zu bleiben. Ein Tiefschlag!

Es kann nur besser werden. Wie sollen wir mit dieser Fülle an negativen Botschaften umgehen? Das haben wir uns in der Redaktion gefragt und die Frage an österreichische Persönlichkeiten weitergereicht. Wir suchten nach Antworten auf die Herausforderungen in diesen Zeiten. Und fanden doch gar nicht so wenige positive Ansätze. So betiteln wir die zwei Seiten mit den Stellungnahmen Es kann nur besser werden. Das wäre nun ja doch ein wenig hoffnungsvoll. So zitieren wir etwa Bundespräsident Alexander Van der Bellen, anspielend auf Corona: „Das Virus überträgt sich von Mensch zu Mensch. Aber auch Mut und Hoffnung übertragen sich von Mensch zu Mensch.“ Autor Thomas Brezina meint: „In dieser Dunkelheit sind Lichtpunkte, die jeder von uns setzt, wichtiger als je zuvor. Mit liebevollen Worten kann man nicht großzügig genug sein. Aus vielen Punkten kann ein Licht entstehen.“ Psychiater Reinhard Haller sagt: „Mich erinnert dieses Jahr an eine weniger dramatische Wiederholung des Jahres 1945. Aber die extrem rasche Hilfe, die Zivilcourage, die politischen Statements - all das hat auch ein hoffnungsvolles Licht entzündet.“ Und der steirische Diözesanbischof ist überzeugt: „In der größten Not gibt es Hoffnung.“ Ja, jetzt kann es wirklich nur noch besser werden.

Einen schönen Tag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann
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