30.10.2020 08:24 |

Ja bei Referendum

Sterbehilfe wird in Neuseeland legalisiert

Sterbehilfe steht in Zukunft in Neuseeland nicht mehr unter Strafe. Wie die Wahlbehörde des Pazifikstaates am Freitag mitteilte, wurde bei einem Referendum der Legalisierung unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Mehrheit von 65,2 Prozent der Stimmen zugestimmt.

Die Vorlage sieht vor, dass unheilbar kranke Erwachsene in dem südpazifischen Inselstaat unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf einen medizinisch begleiteten Suizid erhalten. So müssen sich zwei Ärzte darin einig sein, dass der oder die unheilbar Kranke keine sechs Monate mehr zu leben hat und daher die Möglichkeit haben sollte, den Ablauf und Zeitpunkt des Todes selbst zu bestimmen. Der Ausgang der Volksbefragung zur Sterbehilfe ist bindend: Ein entsprechendes Gesetz müsste nun binnen eines Jahres in Kraft treten.

„Neuseeland wird ein humaneres Land“
Die Regelung mache Neuseeland zu einem „gutherzigeren, mitfühlenderen und humaneren“ Land, sagte der Begründer der Initiative, David Seymour. „Was für ein großartiger Tag, ein Kiwi zu sein“, ergänzte er.

Das Referendum hatte gemeinsam mit der Parlamentswahl am 17. Oktober stattgefunden. Dabei feierten Ministerpräsidentin Jacinda Ardern und ihre Labour-Partei einen historischen Wahlsieg.

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