35 neue Fälle

Erneut Corona-Cluster in Asylheim Traiskirchen

„Krone“-Leser waren vorgewarnt: Mit insgesamt 1074 Ansteckungen in Niederösterreich wurde am Donnerstag ein neuer Negativ-Rekord aufgestellt. Deutlich spürbar wird das hohe Infektionsgeschehen derzeit vor allem in den Pflegeheimen, aus denen auch knapp 50 Folgefälle bekannt wurden. Mit dem Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen im Bezirk Baden ist aber auch ein Cluster aus dem Frühjahr nun wieder aufgepoppt.

Es war ein Ansturm, der sich abgezeichnet hat - der deshalb aber nicht minder ernst zu nehmen ist! Im Gegenteil: Mit rund 1200 Ansteckungen in den vergangenen beiden Tagen ist die Entwicklung im Land bedrohlicher denn je. Dabei sind es weiterhin auch meist regionale Cluster, durch die sich das Virus verbreitet. Abermals zu einem solchen Infektionsherd entwickelt hat sich nach „Krone“-Informationen nun das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen.

„Insgesamt wurden über die vergangenen Tage 35 neue Fälle vermeldet“, bestätigt man im Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Anders als noch im Frühjahr sei laut den zuständigen Behörden derzeit aber nicht geplant, das gesamte Zentrum unter Quarantäne zu stellen. „Im Falle eines positiven Tests werden die Personen sofort und direkt im Zentrum abgesondert“, heißt es.

35 Fälle in Pflegeheim in Wiener Neustadt
Dramatisch zugespitzt hat sich die Lage indes in den Pflegezentren. Alleine im Cluster um das Stadtheim in Wiener Neustadt hat sich die Zahl der Infizierten am Donnerstag von 38 auf insgesamt 65 Personen erhöht. Auch 18 Mitarbeiter gelten als infiziert. Neun neue Folgefälle traten indes im Betreuungszentrum in St. Peter in der Au im Bezirk Amstetten auf.

Auf Hochtouren weiter laufen indes die Vorbereitungen in den heimischen Spitälern: Während bereits in zwölf Kliniken Covid-Stationen eingerichtet wurden, beginnen nun erste Rechenspiele mit den Spitalsbetten. Rund 1800 sind aktuell verfügbar und so viele wie nötig sollen für Covid-Patienten vorbehalten werden.

Zudem mussten am Donnerstag auch drei neue Todesfälle in den Spitälern verzeichnet werden. Wie die Landesgesundheitsagentur vermeldete, starben ein 71-jähriger Mann sowie eine 88-jährige Frau in Gmünd. In Neunkirchen verlor eine 91-Jährige den Kampf gegen das Virus.

Nikolaus Frings und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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