27.10.2020 10:14 |

Sexualverbrecher

„Most Wanted“: Europol bittet Bürger um Mithilfe

Die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union (Europol) ruft in einer Online-Kampagne zur Mithilfe bei der Suche nach den 18 gefährlichsten Sexualverbrechern in Europa auf. Wie Europol am Dienstag in Den Haag mitteilte, erhofft man sich mit „Europe’s Most Wanted“ Hinweise zur Ergreifung der flüchtigen Verbrecher. Die Gesuchten seien entweder bereits verurteilt oder dringend tatverdächtig.

Die Taten reichen von Vergewaltigung über sexuelle Ausbeutung von Kindern bis hin zu Kinderpornografie. Wie Europol erklärt, gehören Sexualverbrechen zu den schlimmsten Straftaten: „Fast alle zwei Minuten wird in der EU ein Sexualverbrechen begangen.“ Besonders gefährdet seien demnach Frauen und Kinder.

Bürger zur Mithilfe aufgerufen
Mit der Online-Kampagne bittet die europäische Polizeibehörde die Bürger um Mithilfe. Auf der Behörden-Website sowie in den sozialen Medien sind vier Wochen lang die Steckbriefe der gefährlichsten Sexualstraftäter aus 19 Ländern zu sehen. Aus Österreich stammt kein Gesuchter, so das Bundeskriminalamt auf Nachfrage. Hinweise können anonym online abgegeben werden. Die jeweils zuständigen nationalen Ermittler würden dann direkt informiert.

Bevölkerung als wichtiger Hinweisgeber
Die erste „Most Wanted“-Kampagne von Europol war 2016 gelaufen. Gezielt wird dabei online und europaweit nach einer begrenzten Zahl von Flüchtigen gesucht. Seither wurden nach Europol-Informationen 91 Straftäter festgenommen. In 33 Fällen kam der entscheidende Tipp aus der Bevölkerung.

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