23.10.2020 22:36 |

Nach Turbulenzen

Einigung soll Chaos in ÖH ein Ende setzen

Am Donnerstag haben sich die Jungen liberalen Studierenden (JUNOS) und die AktionsGemeinschaft (AG) auf ein Koalitionsabkommen geeinigt, um so das monatelange Chaos in der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) zu beenden. Nun gibt es eine Art Minderheitsexekutive unter Beteiligung der Opposition, trotz fehlender Mehrheit. Auch wurde mit Nada Taha Ali Mohammed (VSStÖ) endlich eine zweite Stellvertreterin der ÖH-Chefin Sabine Hanger gefunden.

Nach diversen Turbulenzen sind die Machtverhältnisse in der ÖH mittlerweile schwer durchschaubar. Zunächst formten dann GRAS, VSStÖ und FLÖ eine linke Koalition, die über den Sommer jedoch nach und nach zerbröckelte. Anfang Oktober wurde dann AG-Kandidatin Sabine Hanger zur ÖH-Chefin gewählt - mit 20 von 54 abgegebenen Stimmen. Ihre Stellvertreterin wurde Johanna Barbara Gruber (AG) - mit nur 15 Stimmen. Für die zweite Stellvertreterfunktion fand sich zunächst niemand.

Vor der nächsten Bundesvertretungssitzung am Freitag verliefen Gespräche über eine Beteiligung der anderen großen Fraktionen und eine Art Stabilitätsabkommen erneut ergebnislos - einzig AG und JUNOS einigten sich auf eine Zusammenarbeit, wenn auch ohne Koalitionsvertrag und ohne Mehrheit. Die beiden verfügen zusammen nur über 21 Stimmen.

Stellvertreterin mit 33 Stimmen gewählt
Bei der nunmehrigen Wahl der zweiten Stellvertreterin Hangers kam es nun anders: Die restlichen größeren Fraktionen konnten sich nunmehr sehr wohl auf eine gemeinsame Kandidatin verständigen und wählten Nada Taha Ali Mohammed (VSStÖ) mit 33 Stimmen. Die JUNOS-Kandidatin ging leer aus.

„Wir wollen nicht zulassen, dass die AG und die JUNOS in der ÖH-Exekutive tun und lassen können, was sie wollen. Um dies kurzfristig so gut wie möglich zu verhindern, haben wir entschieden, eine Kandidatin für das Vorsitzteam zu stellen“, so die neue zweite stellvertretende Vorsitzende. In der AG zeigte man sich etwas überrascht von dieser Vorgehensweise.

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