23.10.2020 16:09 |

Corona-Ampel zeigt:

Nur noch 1% lebt in Regionen mit wenig Risiko!

Seit Donnerstagabend leuchtet in insgesamt 25 Bezirke bzw. Regionen die Corona-Ampel rot, 27 Prozent der Bevölkerung leben in diesen Regionen mit sehr hohem Risiko. 61 Prozent in orangen Bezirken, elf in gelben und bloß ein Prozent der Österreicher wohnt in Regionen mit grünem, also geringem Risiko. Die „Lage ist sehr ernst“, die „Pandemie nimmt an Lauf zu“ und wir sind „noch nicht am Höhepunkt angelangt“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag.

Zum Vergleich: Bei der ersten Schaltung am 3. September lebten noch 72 Prozent der Österreicher in Regionen mit geringem Risiko, also in grünen Bezirken. Nun trifft das nur noch auf ein Prozent zu. In den vergangenen 24 Stunden sind österreichweit 2571 Neuinfektionen hinzugekommen, die Zahl der aktiven Fälle stieg am Freitag auf 18.266.

Situation in heimischen Spitälern noch gut
Anschober gab sich weiterhin optimistisch, dass ein Lockdown verhindert werden kann. Dieser komme nur, „wenn wir vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems stehen würden“. Das sei derzeit „überhaupt nicht der Fall“, so Anschober. Die Situation in den Spitälern sei noch gut. Sollten mehr Intensivbetten benötigt werden, können diese rasch aufgestockt werden, sagte der Gesundheitsminister.

Warnung vor Herbstferien und Halloween
„Wenn es irgendwie geht, bleiben Sie zu Hause“, appellierte Anschober am Freitag an die Bevölkerung. Reisen sollen vermieden werden. „Die Herbstferien können eine Chance sein, sie können aber auch ein Risiko darstellen“, sagte der Gesundheitsminister. Auch rund um Allerheiligen sollten „zu enge Kontakte“ vermieden werden. Der dritte Appell betrifft Halloween. „Da geht oft die Post ab“, stellte Anschober fest, und heuer habe man keinen Platz dafür, dass es durch spezifische Feiern mit Promillegehalt weitere Fälle gibt. Er wünsche aber allen, dass die Post wieder im Jahr 2021 abgehen wird.

„Soziale Kontakte auf Minimum reduzieren“
Es gehe nun wieder primär darum, „die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren“, forderte die Sprecherin der Corona-Kommission, Daniela Schmid. Sieht man sich die Cluster-Settings an, ist der Bereich Haushalt derzeit der umfangreichste. Hier stecken sich Mitglieder untereinander an, da könne man weniger ansetzen als bei anderen Aktivitäten. Die meisten Übertragungen passieren im privaten Bereich, nur sehr wenige in der Arbeit.

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