Fund im Innviertel:

Heuer gab es bereits 37 Wolfs-Meldungen in OÖ

Aus Italien und dem Balkan kamen jene Wölfe, die heuer im Süden Oberösterreichs nachweislich sechsmal Tiere gerissen haben. Im Innviertel, wo – wie berichtet – ein junger Rüde Opfer eines Autounfalls geworden war, gab’s heuer noch keine einzige Wolfsbegegnung. Dagegen schon 31 Sichtungen im Rest des Bundeslandes.

„Der Wolf war ein kräftiges Tier, etwa ein Jahr alt und rund 50 Kilo schwer“, weiß der Schärdinger Bezirksjägermeister Franz Konrad Stadler, in dessen Zuständigkeitsbereich der Isegrim am vergangenen Samstag gefunden wurde, genauer gesagt in Münzkirchen. Der Kadaver wurde zur Untersuchung zur Veterinärmedizinischen Universität nach Wien gebracht, der DNA-Vergleich wird die Herkunft klären. Jene Wölfe, die heuer in Weyer, Vorderstoder, Steyrling, Unterach, Gmunden und Kirchham nachweislich fünf Rehe und drei Schafe gerissen haben, stammen aus dem Süden Europas. In Steyrling und Kirchham war es jeweils dasselbe Raubtier, das auch in Spielberg und Gaishorn in der Steiermark für Risse verantwortlich war.

15 Mal im Bezirk Vöcklabruck
‘31 Mal sind heuer in Oberösterreich Wölfe gesichtet worden: 15 Mal im Bezirk Vöcklabruck, siebenmal im Bezirk Gmunden, dreimal im Bezirk Steyr-Land, zweimal rund um Freistadt und Kirchdorf und je einmal in Rohrbach und Grieskirchen. Das Innviertel, wo in Ludham bei Münzkirchen am Donnerstag der junge Isegrim tödlich angefahren worden war, galt bisher als wolfsfrei, zwei verdächtige Risse im Juli und August konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

War ein Jung-Männchen
Bei dem getöteten Tier dürfte es sich um ein Jung-Männchen handeln, das ein neues Revier gesucht hatte. Womöglich stammte es von jenem Rudel ab, das bis zum Vorjahr im Grenzbereich zwischen Mühl- und Waldviertel aktiv war und verschwunden ist.

 OÖ-Krone
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Sonntag, 25. Oktober 2020
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