05.10.2020 13:49 |

Mehrere Infektionen

Corona-Ausbrüche: Erste Schulen sperren ganz zu

Nach mehreren Corona-Fällen an zwei Sportmittelschulen in Kärnten und der Steiermark wurde der Vorort-Unterricht an beiden Bildungseinrichtungen vorerst komplett ausgesetzt. Die Mittelschule Trofaiach im Bezirk Leoben sowie die Neue Mittelschule in Feistritz an der Drau wurden geschlossen - in der Steiermark auf behördliche Anordnung, in Kärnten, weil keine Lehrkräfte mehr verfügbar waren. Auch über zwei Kärntner Kindergärten wurde nach dem Auftreten von Infektionsclustern die Schließung verhängt.

In Trofaiach wurde am Freitag bekannt, dass sich zehn Schülerinnen und Schüler sowie zwei Personen des Lehrpersonals mit dem Coronavirus infiziert hatten. Weitere Testergebnisse seien noch ausständig, hieß es seitens der Bildungsdirektion Steiermark. Die Schule wurde von der Bezirkshauptmannschaft Leoben nach Paragraf 18 des Epidemiegesetzes vorsorglich für Montag geschlossen. Weitere Schulen der Stadt sind vorerst nicht betroffen.

Kärntner Schule zu, weil alle Lehrer in Quarantäne sind
Die Ski-NMS in Feistritz an der Drau im Kärntner Bezirk Villach-Land wurde für vorerst für zehn Tage geschlossen. Eine infizierte Lehrerin hatte in fünf Klassen unterrichtet. Die Schüler der betroffenen Klassen und sämtliche Lehrer der Schule befinden sich nun in Quarantäne und werden getestet. Weil es keine verfügbaren Lehrer mehr an der Schule gibt, musste die Bildungseinrichtung komplett geschlossen werden, der Unterricht wurde auf Distance Learning umgestellt.

Kindergärten wegen Corona-Clustern gesperrt
14 neue Corona-Fälle gibt es derzeit in Kärnten im Kindergarten Globasnitz, nachdem am Freitag bekannt wurde, dass eine Pädagogin am Virus erkrankt ist (wir berichteten). „Neben der Angestellten sind am Wochenende sieben Kinder und sechs Erwachsene - drei von ihnen sind in der Kindertagesstätte tätig - positiv getestet worden“, teilte Landespressedienst-Sprecher Gerd Kurath mit. Die Einrichtung wurde für drei Tage geschlossen.

Zugesperrt wurde auch der Kindergarten in Gallizien, wo sich am Freitag herausgestellt hatte, dass sich dort ebenfalls eine Helferin infiziert hatte.

Faßmann will Test-Teams ausbauen
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hatte am Sonntag in der ORF-Sendung „Hohes Haus“ angesichts der wachsenden Schul-Cluster angekündigt, das in Wien gestartete Pilotprojekt zur Corona-Schnelltestung rasch auf andere Bundesländer ausdehnen zu wollen. Er sei mit weiteren Ländern im Gespräch, etwa Tirol, Niederösterreich und der Steiermark.

Auch kündigte der Minister an, dass innerhalb der nächsten drei Wochen einheitliche Verfahrensregeln zum Umgang mit (Verdachts-)Fällen in Schulen vorliegen sollen.

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