05.10.2020 08:18 |

Forschungsprojekt

Auch OP-Roboter lernen dazu

Knopflochoperationen“ sind längst üblich. Winzige Kameras überwachen im Körperinneren den Eingriff, große Schnitte sind unnötig, der Patient wird weniger belastet. Kleine Eingriffe werden von Robotern ausgeführt. Aber sie handeln nicht ganz unabhängig. Die Uni forscht nun, wie ihre Autonomie erhöht werden kann.

Projektleiter Jan Steinbrener vom Klagenfurter Institut für intelligente Systemtechnologien: „Roboter können in der Chirurgie derzeit nur menschliche Handlungen korrigieren oder beschränken.“ Gilt es etwa, eine Nadel zum Ziel zu bringen und zu positionieren, sei der Roboter gefragt. Stechen müsse der Chirurg selbst.

Derzeit seien beide noch voneinander abhängig: „Der Roboter kann etwa eine Nadel lange unbeweglich halten; einführen muss sie noch immer der Chirurg. “

Derzeit werden OP-Roboter für Gewebe-Entnahmen, sogenannte Biopsien, eingesetzt. Jan Steinbrener: „Oder bei der Verödung von Gefäßen.“ Bei Eingriffen an Weichteilen, wobei Organbewegungen auftreten können, wäre der Apparat absolut überfordert. Chirurgen müssten ständig korrigieren. Bevor sie unabhängiger werden, müssen Roboter erst lernen, auf solche Bedingungen zu reagieren und zu erkennen, wann sie Alarm geben müssen.

Beim Projekt AIMRobot von Uni und iSYS Medizintechnik GmbH aus Wattens wird deshalb geforscht: Etwa wie Bilder oder Bildfehler richtig interpretiert werden. „Und es müssen Algorithmen gefunden werden, die es dem Roboter erlauben, die Position des chirurgischen Instruments genauer zu bestimmen.“

Serina Babka
Serina Babka
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