03.10.2020 18:43 |

GUTEN MORGEN

US-Chaos | Corona-Depression | WM-Freude

US-Chaos: Während der an Corona erkrankte US-Präsident Donald Trump im Washingtoner Militärspital mit dem vom Vorarlberger Norbert Bischofberger entwickelten Medikament Remdesivir behandelt wird fragt sich die ganze Welt, welche Folgen diese Erkrankung hat. Das analysiert heute in der „Kronen Zeitung“ Polit-Professor und USA-Kenner Peter Filzmaier unter dem bezeichnenden Titel Der Präsident und das Chaos. So ist Filzmaier sicher, dass der, wie er schreibt, ohnehin untypische Coronawahlkampf komplett durcheinander kommt. Selbst die Fernsehdiskussionen als einzige traditionelle Fixpunkte könnten nun ausfallen. Unklar sei, so Filzmaier, was passiert, falls Donald Trump amtsunfähig werden sollte oder verstirbt. Einen neuen Kandidaten könnten die Republikaner kaum noch aufstellen, auch eine Wahlverschiebung ist praktisch ausgeschlossen. Besonders chaotische Szenarien sieht der Polit-Professor, wenn Donald Trump als Schwerkranker gerade noch gewählt wird und danach stirbt. Resümierend meint Peter Filzmaier: Für wie verrückt und gefährlich manche Donald Trump auch halten mögen: Es ist ihm nicht nur wie jedem Menschen gute Besserung zu wünschen. Zur Vermeidung einer Verfassungskrise in den USA wäre es besser, wenn er sich rasch erholt und die Wahl plangemäß stattfindet. Und, das darf man hinzufügen, er dabei, wie es sich zumindest eine große Mehrheit in der westlichen Welt wünschen würde, abgewählt wird.

Corona-Depression. Mehr als 1000 Infizierte in Österreich in 24 Stunden - das wurde Samstag gemeldet. Es ist der zweithöchste Wert aller Zeiten. Unterdessen rufen bei der Corona-„Kummernummer“, bei der man seine Sorgen mit Psychologen, Therapeuten und Sozialarbeitern besprechen kann, immer mehr Menschen an. Gleichzeitig werden die Österreicher immer unzufriedener mit der Regierungsstrategie zur Corona-Bewältigung. Diese Corona-Depression bringt  auch „Krone“-Postler Jeannée heute auf den Punkt, wenn er meint, dass praktisch alles schiefläuft. Alles schrecklich also? Nein, der Simulationsexperte Niki Popper rechnet mit einer Entspannung der Lage. Und da bleibt ja auch noch jenes Sprüchlein, das meine Großmutter selig  gerne zitierte: „Immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“ . . .

WM-Freude. Knapp nach 17.30 Uhr wich gestern das bange Warten in Saalbach-Hinterglemm der grenzenlosen Freude: Der Superskiort im Salzburger Land darf die Ski-WM 2025 ausrichten. Wir freuen uns mit!

Einen schönen Sonntag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann
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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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