30.09.2020 18:00 |

Biodiversitätsgipfel

Van der Bellen wirbt für Schutz der Artenvielfalt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Mittwoch beim ersten Biodiversitätsgipfel der Vereinten Nationen am Rande der 75. UNO-Generalversammlung in New York appelliert, mehr für den Schutz der Biodiversität zu tun. Es gehe dabei nicht nur darum, die Natur zu schützen, sondern auch „uns selbst“, sagte Van der Bellen in einer Videobotschaft (siehe oben).

Die Artenvielfalt sei ein „starker Verbündeter in unserem gemeinsamen Kampf gegen die größte globale Gefahr, die Klimakrise“, betonte das Staatsoberhaupt. Die zwei Thematiken seien eng verknüpft, denn ohne eine „intakte und gesunde Umwelt“ lasse sich die Klimakrise nicht bekämpfen.

Welt an wichtigem Scheidepunkt angelangt
Die Welt sei aktuell an einem wichtigen Scheidepunkt angelangt, so Van der Bellen. Die Corona-Pandemie habe bestehende Ungleichheiten aufgezeigt, gleichzeitig hätten viele Menschen gerade während des Lockdowns gespürt, wie wichtig die Natur für das Wohlbefinden sei. Darüber hinaus gebe es „überwältigende wissenschaftliche Beweise“ für den Zustand der Natur und Artenvielfalt bzw. deren Verlust.

„Lassen Sie uns wirklichen Wandel anstreben“
Erstmals in der Geschichte bestehe deshalb die „reale Möglichkeit“, tatsächlich etwas zu verändern und einen wichtigen Schritt in Richtung Transformation der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu setzen, ermutigte Van der Bellen. „Lassen Sie uns wirklichen Wandel anstreben“, appellierte der Bundespräsident. „Lassen Sie uns nach der Pandemie nicht ,Business as usual‘ zurückbringen!“

Video aus dem Archiv: Klimagipfel mit Van der Bellen in Wien - Live-Schaltung zu Arnold Schwarzenegger

Treffen findet heuer großteils online statt
Wegen der weltweit grassierenden Covid-19-Pandemie findet das alljährliche Treffen der Staats- und Regierungschef bei den Vereinten Nationen heuer großteils nur online statt. Der erste Gipfel zur biologischen Vielfalt steht unter dem Motto „Dringende Maßnahmen für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung“.

Gemeinsames „Versprechen für die Natur“
Im Vorfeld des Biodiversitätsgipfels gaben mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, darunter Van der Bellen, gemeinsam ein „Versprechen für die Natur“ („Leaders‘ Pledge for Nature“) ab. „Indem wir dieses Versprechen für die Natur unterstützen, verpflichten wir uns nicht einfach nur zu Worten, sondern zu bedeutsamen Taten und gegenseitiger Rechenschaft, um die Krise des Planeten anzugehen“, hieß es in dem am Montagabend in New York präsentierten Dokument. Unter anderem solle unregulierte Fischerei und Wilderei gestoppt werden und bis 2050 kein Plastikmüll mehr in die Meere gelangen.

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