28.09.2020 12:18 |

FMK gibt Entwarnung:

5G verursachte bei Messung „schwächstes Signal“

Entwarnung für „besorgte Bürgerinnen und Bürger“, die bislang glaubten, dass der neue Mobilfunkstandard 5G „besonders stark“ sei, gibt jetzt das Forum Mobilkommunikation (FMK): Eine erste normierte Messung habe ergeben, dass das 5G-Signal einer Mobilfunkanlage, auf der alle Standards gesendet werden, das mit Abstand schwächste sei, so die Interessensvertretung der heimischen Mobilfunkanbieter am Montag in einer Aussendung. Alle, die sich angesichts der „teilweise auch absurden Panikmache“ rund um 5G Sorgen gemacht hätten, könnten nun „gelassen dem Ausbau von 5G entgegensehen“, so das Fazit.

Konkret wurde auf der beliebten Summerstage in Wien die gegenüber liegende Station nach der in Österreich anzuwendenden Norm OVE EN 62232 vermessen. Das Ergebnis war laut FMK „eindeutig“: „Während das ‚stärkste‘ Signal mit einer Grenzwertausnutzung von lediglich 0,1 Prozent vom GSM-900-Kanal der Station kam, nutzte das schwächste Signal, eben 5G, gerade mal 0,0002 Prozent des Grenzwertes aus. Auch die UMTS- und LTE-Aussendungen lagen mit einer Ausnutzung von etwa 0,003 Prozent deutlichst unter der Promillegrenze“, hieß es in der Mitteilung.

Die zuletzt nach dem Vollausbau von LTE in ganz Österreich durchgeführte Messreihe an öffentlichen, hochfrequentierten Plätzen ergab als höchsten Wert rund 0,9 Prozent Grenzwerteausnutzung in der Summe aller Aussendungen. Das FMK schätzt, dass sich nach dem Vollausbau von 5G der höchste zu messende Wert österreichweit um 0,3 bis 0,4 auf Prozentpunkte auf etwa 1,3 Prozent erhöhen wird.

Damit sei klar, „dass die in den letzten beiden Jahren - zuletzt auch sehr unsachlich und mit absurden Argumenten - geführte Diskussion an der dritten Kommastelle des eigentlichen Grenzwertes stattgefunden hat“, betonte das FMK und verwies abschließend auf einen Beitrag des ORF-Konsumentenmagazins „konkret“, das eine der Messungen begleite. Das stärkste Signal sei dabei nicht vom Mobilfunk, sondern vom Funkmikrofon des Fernsehteams gekommen, hieß es.

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