Franzose stinksauer

F1-Star raunzt, Teamchef bringt ihn zum Schweigen

Formel 1
09.09.2020 12:33
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nicht nur der Funk zwischen Hamilton und Crew, auch ein anderes Radio-Gespräch wird in der Formel-1-Welt viel diskutiert: Der Franzose Esteban Ocon (23) beendete das Rennen von Monza auf Rang 8. Und war damit nicht wirklich zufrieden. Er wollte nach dem GP über Funk mit seinem Teamchef darüber sprechen, aber der war für so etwas gar nicht offen. 

Der Ex-Mercedes-Testpilot Ocon fährt derzeit für Renault. Beim extrem spannenden Italien-GP startete er auf Platz 12, machte vier Plätze gut, und landete am Ende auf Platz acht. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Nach dem Rennen spielte sich folgendes Funk-Gespräch zwischen Ocon, Renault-Teamchef Cyril Abiteboul und seinem Ingenieur Mark Slade ab:

Slade: „Esteban, fantastische Arbeit. Achter Platz vom Platz 12, nicht schlecht!“
Ocon: „Finde ich nicht, wir haben eine Riesenmöglichkeit liegengelassen.“
Slade: „Nicht hier auf Funk, wir besprechen es in meinem Büro. Danke.“
Ocon: „Und doch müssen wir der Realität ins Auge schauen.“
Slade: „Bitte nicht über Radio..“
Abiteboul: „Esteban, das ist jetzt nicht die Zeit dafür.“

Frust
Der Frust von Ocon hängt mit der Reifenstrategie des Teams zusammen: Wie Ocon dem Fachportal „racefans.com“ gegenüber erklärte, wollte er nach der roten Flagge auf Medium-Reifen wechseln, doch die lagen vor dem Restart nicht bereit. Stattdessen musste er auf Soft-Reifen weiterfahren, die schon nach den ersten drei Runden nach dem Restart auffallend abgefahren waren. Ocon ist keiner, der vor den großen Namen zurückschreckt, vor zwei Jahren gerieten er und Red Bulls Max Verstappen aneinander.

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