03.09.2020 06:53 |

In kleinen Booten

Mehr als 400 Migranten überquerten Ärmelkanal

Mindestens 409 Flüchtlinge haben am Mittwoch in kleinen Booten den Ärmelkanal überquert und so Großbritannien erreicht. Nach den Statistiken der britischen Nachrichtenagentur PA ist das ein Rekord innerhalb eines einzigen Tages. Etliche kleine Boote machten sich am Mittwoch bei ruhigem und sonnigem Wetter von Frankreich aus auf den Weg über den Ärmelkanal. Viele der Migranten wurden von Grenzkräften im Wasser abgefangen.

Das britische Innenministerium sprach zunächst von mindestens 27 „Vorfällen“, andere schafften es Berichten zufolge mit ihren Booten bis an die Küste. Gute Wetterbedingungen gelten als Grund für die vermehrten Überfahrten. Der vorherige Tagesrekord lag der Statistik zufolge bei 235 Migranten.

Heuer bereits 5500 Überquerungen
In diesem Jahr haben damit bereits mehr als 5500 Menschen den Meeresarm zwischen Frankreich und Großbritannien überquert - ein Rekord. Im gesamten Jahr 2018 erreichten hingegen nur knapp 300 Flüchtlinge und andere Migranten die englische Küste, 2019 waren es schon mehr als 1800.

Großbritannien erhöht Druck auf Frankreich
Auch die Zahl der Kinder, unter ihnen Babys, nimmt den Behörden zufolge zu. Die britische Regierung erhöht nun deutlich den Druck auf Frankreich, die Schlepperkriminalität schärfer zu bekämpfen. Premierminister Boris Johnson, der sein Land als „Ziel und Magnet“ für organisierte Schlepper bezeichnete, kündigte gesetzliche Verschärfungen an. Innenministerin Priti Patel bezeichnete die Überfahrt als „gefährlich und illegal“.

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