30.08.2020 09:31 |

Zahlreiche Schäden

Unwetter: Feuerwehren mussten 250-mal ausrücken

Die starken Regenschauer richteten Sonntag in vielen Teilen Kärntens enorme Schäden an. Bäche und Flüsse sind über die Ufer getreten, Muren abgegangen, Straßen mussten gesperrt werden. Die Feuerwehren stehen bereits seit Samstag im Einsatz.

Aufgrund der aktuellen Wetterlage wurde am Sonntag auch der Landeskrisenstab vom Katastrophenschutzbeauftragten des Landes, Markus Hudobnik, einberufen, um mit Experten aus allen Bereichen (Verbund, Kraftwerke, Meteorologie) die Lage zu bewerten. „In Lavamünd wird zwischen 20 und 24 Uhr mit einer Durchflussmenge von maximal 1500 Kubikmeter pro Sekunde gerechnet. Und das ist nicht besorgniserregend. Wir haben aber auch unsere Kollegen vom Katastrophenschutz in Slowenien schon verständig, da sich eine weitere Front nähern soll“, sagt Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter vom Land Kärnten. 

Von starken Stürmen am stärksten betroffen sind aktuell das Rosental und Eisenkappel. In Osttirol und Kärnten kann man bis Sonntagabend mit kräftigen Gewittern rechnen. Stürmische Böen sind nicht ausgeschlossen, auf den Bergen sind schwere Sturmböen einzuplanen! In ganz Kärnten ist mit starken Unwettern zu rechnen. Hagel bleibt nicht aus. 

Überschwemmungen und Hochwasser
Im Berg im Drautal bereitet der Bergerbach große Sorgen. Hier ist der Murenbrecher komplett aufgefüllt.

Straßen überschwemmt und gesperrt
In der Gemeinde Greifenburg versucht die Feuerwehr Bruggen Bäche von Verklausungen zu befreien. Einige Straßen wurden überschwemmt. 

Zu mehreren Murenabgängen ist es entlang der Gailtalstraße im Bezirk Hermagor gekommen. 
Auch am Plöckenpass ging eine Mure - auf der italienischen Seite - ab. Der Pass ist vorerst gesperrt. 

Auch die B 111 Gailtal Straße musste aufgrund einer Mure - Höhe Höfling - gesperrt werden. Die Sperre konnte mittlerweile wieder aufgehoben werden.

Die Farchensee Landesstrasse Richtung Weissensee Ostufer und Stockenboi ist nicht passierbar. Auch hier hat eine Mure die Straße verlegt. 

Aktuell gesperrt ist der Seebergsattel (B 82 Seeberg Straße) auf slowenischer Seite. Auch dort liegen Bäume auf der Fahrbahn. Die Dauer der Sperre ist derzeit noch nicht bekannt. Auch über den Plöckenpass kommt man derzeit nicht. Dort ist auf italienischer Seite eine Mure abgegangen.

Sturm deckte Dach eines Gewerbebetriebes ab
Die Feuerwehr Kirschentheuer wurde zu einem Einsatz im Rosental alarmiert. Dort wurde das Dach eines Gewerbebetriebes abgedeckt. „Wir sind gerade dabei, das Dach provisorisch abzudecken“, so Einsatzleiter Karl-Heinz Mikl. 

Aufgrund des Starkregens erhöhte sich auch der Pegel der Gail. 

Umgestürzte Bäume blockieren Fahrbahn
Auf der B91 Loiblpass Straße - im Bereich Lambichl - kommt es zu Behinderungen, da die Straße durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert wurde. Die Feuerwehr Köttmannsdorf ist im Einsatz. 

Die B 91 Loiblpass Straße wurde nach umgefallene Bäume - auf Höhe der Tscheppaschlucht - durch die Feuerwehr Köttmannsdorf wieder uneingeschränkt befahrbar gemacht. Ein Baum fiel auf einer Niederspannungsleitung. 

Sonntagvormittag sind die Einsatzkräfte weiter zu einem Bauhof ausgerückt, wo ein Zelt durch den Sturm beschädigt wurde und an einem Gebäude Schaden angerichtet hat. 

Gesperrt ist auch der Seebergsattel (B 82 Seeberg Straße) auf slowenischer Seite. Auch hier versperren umgefallene Bäume die Straße. So auch bei der Luscha Landesstraße, zwischen Podrain (Globasnitz) und Eisenkappel.

Der Gössnitzbach in Heiligenblut riss Bäume mit. 

Starke Gewitter am Wochenende
Bereits seit Samstag stehen einige Feuerwehren im Einsatz. In der Nacht auf Samstag kippten kärntenweit Bäume um. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. 
Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) meldete in der Nacht auf Sonntag bereits 30 Einsätze. Seit Sonntagfrüh gab es rund 150 Alarmierungen. 

In Villach ist die Drau über die Ufer getreten - die Draubermen wurden gesperrt. Die Feuerwehren erwarten ein fünfjährliches Hochwasser.

 Kärntner Krone
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