Besonderes Novum

Das gab es noch nie in der Champions League

Die deutsch-französischen Festspiele diese Woche in der Champions League sorgen für ein besonderes Novum. Erstmals in der Geschichte der Königsklasse des Fußballs stehen keine Teams aus Spanien, England oder Italien im Halbfinale. Stattdessen sind mit Bayern Münchens Gegner Olympique Lyon, das überraschend Manchester City ausschaltete, und RB Leipzigs Kontrahent Paris Saint-Germain zum ersten Mal gleich zwei französische Teams in der Vorschlussrunde. Topfavorit sind nach dem 8:2 gegen Barça natürlich die Bayern.

Irgendwie erinnerte die Bayern-Dampfwalze beim 8:2 gegen den FC Barcelona ans Halbfinale der WM 2014 in Brasilien. Als die Deutschen die Gastgeber 7:1 demütigten. Thomas Müller war in beiden magischen Nächten mit dabei. Der Doppeltorschütze gegen Barça stellte das Schützenfest gegen Lionel Messi & Co. sogar eine Stufe darüber: „Das 7:1 gegen Brasilien ist irgendwie passiert. Das 8:2 gegen Barcelona war hingegen auch in dieser Höhe völlig verdient. Wir waren unglaublich dominant.“

Favoritenschreck
Die Bayern hatten quasi geschlossen mit einem Halbfinale gegen Manchester City gerechnet. Doch nix da, jetzt wartet Favoritenschreck Lyon. „Wir waren auch überrascht“, gestand David Alabas Abwehrkollege Jérôme Boateng. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge warnt: „Lyon hat nach Cristiano Ronaldo und Juve auch Manchester City rausgeschmissen. Und das völlig verdient. Wir wissen, dass sie auch uns große Schmerzen bereiten können.“ Trainer Hansi Flick betont, dass in seiner Truppe nach dem 8:2 keine Gefahr auf fehlende Bodenhaftung besteht: „Keiner ist ausgeflippt. Gegen Lyon geht es wieder bei 0:0 los.“

Das Wochenende verbrachten die Bayern mit Regeneration, Radeln und Fußball-Tennis. Ab heute läuft die konkrete Vorbereitung auf Lyon. Die Münchner sind seit dem Titelgewinn 2013 viermal im Halbfinale gescheitert (2014, 2015, 2016 und 2018), dieses Schicksal wollen sie sich diesmal unbedingt ersparen.

Für Bayerns Mittelfeldspieler Thiago wird das Finalturnier zur Abschiedsvorstellung. Der 29-jährige wechselt nach sieben Jahren in München zum englischen Meister Liverpool.

„Einmaliges Erlebnis“
Marcel Sabitzer ist nach seiner starken Vorstellung beim 2:1-Sieg im Viertelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid gierig auf das Semifinale am Dienstag gegen Paris St-Germain: „Ich trau mich zu sagen, wenn wir einen richtig guten Tag erwischen wie gegen Atlético, mit ein bisschen Glück, dann können wir das Spiel gewinnen. Wir haben die Koffer gepackt, um bis zum Ende zu bleiben.“ Der Steirer fügte hinzu: „PSG ist natürlich Favorit, das ist selbsterklärend. Sie haben verdammt gute Spieler in ihren Reihen und haben auch als Kollektiv zusammengefunden. Ihr Trainer Thomas Tuchel ist genauso detailverrückt wie bei uns Julian Nagelsmann. Es wird ein einmaliges Erlebnis für uns. Wir haben Bock drauf.“

Paris-Trainer Tuchel kennt sein Gegenüber Nagelsmann noch als Fünftliga-Spieler bei der Reserve des FC Augsburg vor 13 Jahren. Damals machte Nagelsmann als 20-Jähriger seine ersten Erfahrungen mit Hilfsaufgaben bei der Gegnerbeobachtung für Tuchel, der Nagelsmanns Analysetalent erkannte. Nun studieren sich beide auf dem höchstmöglichen Fußball-Level gegenseitig.

Kronen Zeitung

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Freitag, 25. September 2020
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